Die Tradition des Pilgerns – Ursprung und Bedeutung

Entstehung – Pilgern:

Zu den Traditionen im Leben eines religiösen Menschen gehört seit uralter Zeit der Brauch des Wallens bzw. Pilgerns. Nicht erst mit Beginn des Christentums existiert dieses Brauchtum eine Pilgerreise oder Wallfahrt zu unternehmen, sondern auch schon viel früher bei den alten Griechen und Römern fand sich ein solcher Brauch. Jene bereisten aus religiösen Gründen ferne Tempel, um dort bestimmten Gottheiten Ihre Ehrerbierung darzubringen. Auch schon die Germanen unternahmen Pilgerfahrten zu heiligen Hainen.

Christliche Bedeutung:

In der christlichen Tradition besteht der Sinn einer solchen Reise darin, Gott an einem bestimmten Ort, welcher zumeist mit einer bestimmten Bedeutung versehen ist (wie bspw. das Erscheinen der Gottesmutter Maria), näher zu kommen und seiner gewahr zu werden.

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Eisheilige – Herkunft und Brauchtum …

Wir alle haben schon sicherlich schon einmal von den so genannten Eisheiligen (auch als “die drei Gestrengen”, “Eismänner” oder “gestrenge Herren” bezeichnet) gehört. Aber was hat es eigentlich genau mit diesen auf sich?

Eisheilige – Herkunft & Bedeutung:

Heiliger Pankratius - Eisheilige

St. Pankratius, Quelle: Wikimedia

Zu diesen gehören verschiedene (drei, regional unterschiedlich auch vier oder fünf) Gedenktage von Heiligen im Monat Mai. Unter den “Eisheiligen” wird die letzte mögliche Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr um Mitte Mai verstanden. So wird nach einer alten Bauernregel das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ stabil. Im Norden Deutschland gilt Mamertus als erster Eisheiliger, im Süden hingegen Pankratius. Aufgrund der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 ist diese alte Bauernregel allerdings mittlerweile erst jeweils mehr als eine Woche später anzuwenden als der Gedenktag des jeweiligen Heiligen liegt. Erfahrene Gärtner warten diese Tage ab, bevor sie mit der Aussaat beginnen.

Die Gedenktage der Heiligen im Überblick:

  • Mamertus am 11. Mai – Dieser war im fünften Jahrhundert Bischof im französischen Vienne.
  • Pankratius am 12. Mai – Er wurde im vierten Jahrhundert in Rom als Märtyrer hingerichtet.
  • Servatius am 13. Mai – Dieser war im vierten Jahrhundert Bischof im belgischen Tongern.
  • Bonifatius am 14. Mai – Sizilianischen Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert.
  • Sophie / Sophia am 15. Mai – Sie starb im zweiten Jahrhundert in Rom als Märtyrerin.

Folgende Bauernregeln bzw. Sprichwörter haben sich eingebürgert:

  • Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.
  • Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
  • Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.
  • Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
  • Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie.
  • Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder.
  • Pflanze nie vor der Kalten Sophie.
  • Mamerz hat ein kaltes Herz.
  • Die kalte Sophie macht alles hie.
  • Mamertius, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Verdruss.
  • Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
    Pankraz hält den Nackensteif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif.
    Pankratz und Urbanitag ohne Regen – versprechen reichen Erntesegen.
    Pankratz macht erst dem Sommer Platz.
    Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.
    Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost.
    Nach Servaz findet der Frost keinen Platz.
    War vor Servatius kein warmes Wetter, wird es nun von Tag zu Tag netter.
    Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
    Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt` Wetter bringt.
    Vor Nachtfrost du nicht sicher bist – bis Sophie vorrüber ist.
    Kalte Sophie wird sie genannt, denn oft kommt sie mit Kälte dahergerannt.
    Pflanze nie vor der Kalten Sophie.

Quellen:

www.bauernregeln.net

 

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Wie ist der Muttertag entstanden?

Entstehung:

Blumenstrauß zum Muttertag

Blumenstrauß zum Muttertag, Quelle: www.oldskoolman.de

Seinen Ursprung hat der Muttertag in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung. Dort war es die Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis, welche 1865 versuchte eine Mütterbewegung namens »Mothers Friendships Day« zu gründen. Daneben konnten sich Mütter an den von Jarvis organisierten »Mothers Day Meetings« zu aktuellen Fragen verständigen. Die eigentliche Begründerin des heutigen Muttertags war jedoch Anna Marie Jarvis, die Tochter der Ann Maria Reeves Jarvis: Diese veranstaltete am 12. Mai des Jahres 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, in Grafton ein so genannten »Memorial Mothers Day Meeting«. Schon im darauffolgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche zu Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet.

Entwicklung des Muttertag:

Anschließend begann sie sich hauptberuflich dem Ziel, einen offiziellen Muttertag einzuführen, zu verschreiben und startete eine Initiative für die Etablierung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter. Hierzu schrieb sie Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine. Die Bewegung wuchs sehr schnell an, so dass bereits im Jahr 1909 der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert werden konnte. Schließlich erließ der amerikanische Kongreß am 8. Mai 1914 die »Joint Resolution Designating the Second Sunday in May as Mother’s Day«. Damit wurde der Muttertag 1914 zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen.

Weltweite Verbreitung:

Die Bewegung vom Muttertag blieb nicht nur auf die Vereinigten Staaten beschränkt. So wurde 1912 eine »Mother’s Day International Association« gegründet, welche als Ziel die  internationale Verbreitung hatte. Zuerst übernahm England den »mothering day« und von da aus verbreitete sich der Feiertag dann in der Schweiz (1917), in Finnland und Norwegen (1918), in Schweden (1919) und schließlich in Deutschland (1923) und in Österreich (1924).

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Die Ikonenmalerei – Form und Merkmale …

Hintergrund zur Ikonenmalerei:

Häufig werden Ikonen als Christusikonen (bspw. Christus Pantokrator), Marienikonen (oft als Theotokos-Darstellungen) und Apostel- bzw. Heiligenikonen dargestellt. In der Orthodoxie werden auch viele Persönlichkeiten des Alten Testaments als Heilige verehrt und werden aus diesem Grund ebenfalls auf Ikonen dargestellt. Zudem finden bestimmte Szenen aus der Bibel (bspw. die Auferstehung Jesu), dem Leben der Heiligen oder typologische Gruppierungen ihre Wiedergabe als Hetoimasia, Deesis, Verklärungs- oder Dreifaltigkeitsikone.

Darstellungsmerkmale in der Ikonenmalerei:

Panagia - Ikone - Ikonenmalerei

Die Panagia (Allerheilige) als griechische Ikone, Quelle: www.goarch.org

  • In der mittelalterlichen byzantinischen Ikonografie sind Motive und Typen fest vorgegeben (Bilderkanon). Es werden in der Regel existierende Ikonen als Malvorlage verwendet.
  • Neue Ikonen werden immer gemäß der Ikonografie bestehender Ikonen bzw. nach den Vorgaben des Kanon (Gestik, Mimik, Farbgebung usw.) angefertigt.
  • Figuren auf Einzelikonen sind häufig frontal und axial dargestellt, um eine unmittelbare Beziehung zwischen Bild und Betrachter herzustellen.
  • Die Personendarstellung ist bei alten Malstilen stringent zweidimensional gehalten, womit der Abbildcharakter einer Ikone betont werden soll. Seit dem Barock gibt es allerdings auch als kirchenrechtlich rechtmäßig zu verehrende Ikonen in naturalistischer Manier.
  • Der Hintergrund ist auf mittelalterlichen Ikonen in der Regel goldfarben (nur selten in Silber). Dieser goldfarbene Hintergrund soll den Himmel bzw. das »göttliche Licht« symbolisieren. Serbische Ikonen zeigen oft einen blauen Hintergrund, griechische verschiedene Farbgründe.
  • Die Farben, die relative Größe der Figuren, ihre Positionen sowie die Perspektive des Hintergrunds sind im Mittelalter nicht realistisch dargestellt, sondern haben symbolische Bedeutung.
  • Die dargestellten Personen auf einer Ikone werden durch Beischriften (Kürzel) in der jeweiligen Sprache (bspw. griechisch, russisch, altslawisch) betitelt, um auf diese Weise sicherzustellen, dass der Bezug auf eine reale Person erhalten bleibt und sich die Verehrung der Ikone nicht verselbstständigt. Erst aufgrund der Beschriftung wird eine christliche Ikone zur richtigen Ikone.
  • Die Ikonenmalerei wird als ein religiöses Handwerk gedeutet, weshalb auch das Wort »hagiographia«, also Heiligenschreiberei, der Herstellung einer Ikone näher kommt. Beim Ikonenschreiben wird der Schreibende als »Werkzeug Gottes« betrachtet. Ikonen werden meistens von Mönchen, anonymen Künstlern oder in Manufakturen oder Malschulen von mehreren Künstlern gemalt. Der Tradition nach werden sie nicht signiert.

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