Eisheilige – Herkunft und Brauchtum …

Wir alle haben schon sicherlich schon einmal von den so genannten Eisheiligen (auch als “die drei Gestrengen”, “Eismänner” oder “gestrenge Herren” bezeichnet) gehört. Aber was hat es eigentlich genau mit diesen auf sich?

Eisheilige – Herkunft & Bedeutung:

Heiliger Pankratius - Eisheilige

St. Pankratius, Quelle: Wikimedia

Zu diesen gehören verschiedene (drei, regional unterschiedlich auch vier oder fünf) Gedenktage von Heiligen im Monat Mai. Unter den “Eisheiligen” wird die letzte mögliche Kälteperiode mit Nachtfrostgefahr um Mitte Mai verstanden. So wird nach einer alten Bauernregel das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ stabil. Im Norden Deutschland gilt Mamertus als erster Eisheiliger, im Süden hingegen Pankratius. Aufgrund der gregorianischen Kalenderreform im Jahre 1582 ist diese alte Bauernregel allerdings mittlerweile erst jeweils mehr als eine Woche später anzuwenden als der Gedenktag des jeweiligen Heiligen liegt. Erfahrene Gärtner warten diese Tage ab, bevor sie mit der Aussaat beginnen.

Die Gedenktage der Heiligen im Überblick:

  • Mamertus am 11. Mai – Dieser war im fünften Jahrhundert Bischof im französischen Vienne.
  • Pankratius am 12. Mai – Er wurde im vierten Jahrhundert in Rom als Märtyrer hingerichtet.
  • Servatius am 13. Mai – Dieser war im vierten Jahrhundert Bischof im belgischen Tongern.
  • Bonifatius am 14. Mai – Sizilianischen Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert.
  • Sophie / Sophia am 15. Mai – Sie starb im zweiten Jahrhundert in Rom als Märtyrerin.

Folgende Bauernregeln bzw. Sprichwörter haben sich eingebürgert:

  • Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz.
  • Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
  • Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.
  • Servaz muss vorüber sein, will man vor Nachtfrost sicher sein.
  • Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie.
  • Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder.
  • Pflanze nie vor der Kalten Sophie.
  • Mamerz hat ein kaltes Herz.
  • Die kalte Sophie macht alles hie.
  • Mamertius, Pankratius, Servatius bringen oft Kälte und Verdruss.
  • Wenn’s an Pankratius friert, so wird im Garten viel ruiniert.
    Pankraz hält den Nackensteif, sein Harnisch klirrt von Frost und Reif.
    Pankratz und Urbanitag ohne Regen – versprechen reichen Erntesegen.
    Pankratz macht erst dem Sommer Platz.
    Servaz muss vorüber sein, willst vor Nachtfrost sicher sein.
    Vor Servaz kein Sommer, nach Servaz kein Frost.
    Nach Servaz findet der Frost keinen Platz.
    War vor Servatius kein warmes Wetter, wird es nun von Tag zu Tag netter.
    Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost.
    Sophie man die Kalte nennt, weil sie gern kalt` Wetter bringt.
    Vor Nachtfrost du nicht sicher bist – bis Sophie vorrüber ist.
    Kalte Sophie wird sie genannt, denn oft kommt sie mit Kälte dahergerannt.
    Pflanze nie vor der Kalten Sophie.

Quellen:

www.bauernregeln.net

 

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Wie ist der Muttertag entstanden?

Entstehung:

Blumenstrauß zum Muttertag

Blumenstrauß zum Muttertag, Quelle: www.oldskoolman.de

Seinen Ursprung hat der Muttertag in der englischen und amerikanischen Frauenbewegung. Dort war es die Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis, welche 1865 versuchte eine Mütterbewegung namens »Mothers Friendships Day« zu gründen. Daneben konnten sich Mütter an den von Jarvis organisierten »Mothers Day Meetings« zu aktuellen Fragen verständigen. Die eigentliche Begründerin des heutigen Muttertags war jedoch Anna Marie Jarvis, die Tochter der Ann Maria Reeves Jarvis: Diese veranstaltete am 12. Mai des Jahres 1907, dem Sonntag nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter, in Grafton ein so genannten »Memorial Mothers Day Meeting«. Schon im darauffolgenden Jahr wurde auf ihr Drängen hin wiederum am zweiten Maisonntag in der Methodistenkirche zu Grafton allen Müttern eine Andacht gewidmet.

Entwicklung des Muttertag:

Anschließend begann sie sich hauptberuflich dem Ziel, einen offiziellen Muttertag einzuführen, zu verschreiben und startete eine Initiative für die Etablierung eines offiziellen Feiertags zu Ehren der Mütter. Hierzu schrieb sie Briefe an Politiker, Geschäftsleute, Geistliche und Frauenvereine. Die Bewegung wuchs sehr schnell an, so dass bereits im Jahr 1909 der Muttertag in 45 Staaten der USA gefeiert werden konnte. Schließlich erließ der amerikanische Kongreß am 8. Mai 1914 die »Joint Resolution Designating the Second Sunday in May as Mother’s Day«. Damit wurde der Muttertag 1914 zum ersten Mal als nationaler Feiertag begangen.

Weltweite Verbreitung:

Die Bewegung vom Muttertag blieb nicht nur auf die Vereinigten Staaten beschränkt. So wurde 1912 eine »Mother’s Day International Association« gegründet, welche als Ziel die  internationale Verbreitung hatte. Zuerst übernahm England den »mothering day« und von da aus verbreitete sich der Feiertag dann in der Schweiz (1917), in Finnland und Norwegen (1918), in Schweden (1919) und schließlich in Deutschland (1923) und in Österreich (1924).

Wer auf der Suche nach passenden Geschenke zum Muttertag wird im Vivat!-Onlineshop fündig oder bekommt einige Anregungen in folgendem Beitrag: Muttertagsgeschenken

 

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Die Ikonenmalerei – Form und Merkmale …

Hintergrund zur Ikonenmalerei:

Häufig werden Ikonen als Christusikonen (bspw. Christus Pantokrator), Marienikonen (oft als Theotokos-Darstellungen) und Apostel- bzw. Heiligenikonen dargestellt. In der Orthodoxie werden auch viele Persönlichkeiten des Alten Testaments als Heilige verehrt und werden aus diesem Grund ebenfalls auf Ikonen dargestellt. Zudem finden bestimmte Szenen aus der Bibel (bspw. die Auferstehung Jesu), dem Leben der Heiligen oder typologische Gruppierungen ihre Wiedergabe als Hetoimasia, Deesis, Verklärungs- oder Dreifaltigkeitsikone.

Darstellungsmerkmale in der Ikonenmalerei:

Panagia - Ikone - Ikonenmalerei

Die Panagia (Allerheilige) als griechische Ikone, Quelle: www.goarch.org

  • In der mittelalterlichen byzantinischen Ikonografie sind Motive und Typen fest vorgegeben (Bilderkanon). Es werden in der Regel existierende Ikonen als Malvorlage verwendet.
  • Neue Ikonen werden immer gemäß der Ikonografie bestehender Ikonen bzw. nach den Vorgaben des Kanon (Gestik, Mimik, Farbgebung usw.) angefertigt.
  • Figuren auf Einzelikonen sind häufig frontal und axial dargestellt, um eine unmittelbare Beziehung zwischen Bild und Betrachter herzustellen.
  • Die Personendarstellung ist bei alten Malstilen stringent zweidimensional gehalten, womit der Abbildcharakter einer Ikone betont werden soll. Seit dem Barock gibt es allerdings auch als kirchenrechtlich rechtmäßig zu verehrende Ikonen in naturalistischer Manier.
  • Der Hintergrund ist auf mittelalterlichen Ikonen in der Regel goldfarben (nur selten in Silber). Dieser goldfarbene Hintergrund soll den Himmel bzw. das »göttliche Licht« symbolisieren. Serbische Ikonen zeigen oft einen blauen Hintergrund, griechische verschiedene Farbgründe.
  • Die Farben, die relative Größe der Figuren, ihre Positionen sowie die Perspektive des Hintergrunds sind im Mittelalter nicht realistisch dargestellt, sondern haben symbolische Bedeutung.
  • Die dargestellten Personen auf einer Ikone werden durch Beischriften (Kürzel) in der jeweiligen Sprache (bspw. griechisch, russisch, altslawisch) betitelt, um auf diese Weise sicherzustellen, dass der Bezug auf eine reale Person erhalten bleibt und sich die Verehrung der Ikone nicht verselbstständigt. Erst aufgrund der Beschriftung wird eine christliche Ikone zur richtigen Ikone.
  • Die Ikonenmalerei wird als ein religiöses Handwerk gedeutet, weshalb auch das Wort »hagiographia«, also Heiligenschreiberei, der Herstellung einer Ikone näher kommt. Beim Ikonenschreiben wird der Schreibende als »Werkzeug Gottes« betrachtet. Ikonen werden meistens von Mönchen, anonymen Künstlern oder in Manufakturen oder Malschulen von mehreren Künstlern gemalt. Der Tradition nach werden sie nicht signiert.

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Osterbräuche im Überblick …

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich rund um das Osterfest eine Vielzahl an Osterbräuchen entwickelt, zu denen hier ein kleiner Überblick gegeben werden soll:

Palmbuschen als Osterbrauch

Palmzweige - PalmbuschenAm Sonntag vor Ostern begehen die christlichen Kirchen den so genannten Palmsonntag: Sie gedenken an diesem Tag Jesus als er auf dem Rücken einer Eselin als “Friedenskönig” in die Stadt Jerusalem einzogen ist. Laut der Bibel empfingen die Mennschen Jesus mit Jubel und Palmzweigen. Dazu riefen sie: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels! “(Joh 12,13). Im Judentum galt das Mittragen von Palmzweigen als Symbol der Huldigung und des Sieges (vgl.1 Makk 13, 51; 2 Makk 10,7). In Gedenken an diese damalige Huldigung Jesu wird am Palmsonntag das Ritual der Palmweihe vollzogen. Während in Jerusalem, Rom und in den südlichen Ländern Palmzweige und Olivenzweige gesegnet werden, so sind es in nördlichen Regionen Zweige von Weidenkätzchen („Palmkätzchen“), Buchsbaum („Segenbaum“) oder anderen Sträuchern. Im Volk gelten die geweihten Zweige seit alters her als Segenszeichen für Haus und Feld. Im heutigen Russland trägt der Palmsonntag wegen der dort verwendeten Weidenkätzchen den Namen „Weidensonntag“. Bereits in einem irischen Messbuch aus dem 7. Jahrhundert ist Palmweihe überliefert und schon im 8. Jahrhundert hat die Palmweihe eine große Verbreitung gefunden. In der Ostkirche gibt es seit dem 4. Jahrhundert eine Palmsonntagsprozession, wohingegen die Westkirche ein solche er ab dem 11. Jahrhundert kennt.

Palmesel

Palmesel - OstertraditionIn etlichen katholischen Pfarreien gibt es den alten Brauch, bei der Palmprozession zum Palmsonntag einen lebensgroßen Esel aus Holz mitzuführen, auf dem eine Christusfigur aus Holz sitzt. Diese Tradition war vermutlich bereits im 9. Jahrhundert bekannt und erlangte besonders ab dem 13. Jahrhundert immer stärker an Bedeutung, bis die Reformation und Aufklärung aufkamen. In einigen Gemeinden wurde dieser Brauch in den letzten Jahrzehneten wiederbelebt. Statt dem Holzesel wird nun ein echter Esel mitgeführt, auf dem ein Priester bzw. ein Christusdarsteller reitet.

Ratschen als alte Tradition

Ein beliebter Brauch ist auch das Ratschen (lautes Knattern) oder Klappern. Dieses ersetzt von der Gründonnerstagsmesse bis zur Osternacht das Geläut der Altarglocken und wird von den Ministranten mit auch als Klappern (auch Karfreitagsklappern genannt) oder Ratschen bezeichneten Holzinstrumenten vollzogen.

Vom Brauch der Ostereier

Verziertes Osterei - OsterbrauchDie Tradition, am Osterfest Eier zu segnen, hat ihre Wurzeln bereits im Urchristentum (von Mesopotamien bis Spanien bekannt). Dabei handelt es sich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen um einen heidnischen Brauch, sondern um eine alte christliche Tradition. In vorchristlicher Zeit symbolisierte das Ei das erwachende Leben und wurde von den ersten Christen als Bild für die Auferstehung Jesu umgedeutet: Wie das Küken die Schale durchbricht, so kommt Jesus lebend aus dem Felsengrab.
Das Ei war zudem ein beliebtes Ostergeschenk, da die Christen in der Fastenzeit auf tierische Speisen verzichteten. Später kam zudem der Brauch auf diese Eier zu bemalen und andersweitig zu verzieren. In einigen Regionen verwendete man Eier auch als Zahlungsmittel (besonders für Pacht und Zins).
Nach einer alten Legende soll das Ei sogar mit der Leidensgeschichte Jesu in Verbindung stehen: Angeblich hat Maria Magdalena einen römischen Wachsoldaten mit einem Ei bestochen, um auf diese Weise in das Haus des Pilatus eintreten und am Prozess Jesu teilhaben zu können.

Osterhase

Osterhase - OsterbräucheBis heute ist nicht genau geklärt, woher der Osterhase eigentlich kommt. Zum ersten Mal eine schriftliche Erwähnung findet er jedenfalls um das Jahr 1682 herum. Einige Experten nehmen an, dass es sich um eine unverstandene Umbildung aus dem Osterlamm handeln könnte. Aber schon auf einem Sakramentarblatt zur Osterliturgie aus dem 12. Jahrhundert sind Initialen enthalten, die mit einem Hasen verziert sind. Außerdem wird angenommen, dass der Hase deshalb auch als Symbol für den auferstandenen Christus gesehen wurde, weil ihm die Augenlider fehlen (er also mit offenen Augen schläft) und er sozusagen wie Christus über die Seinen wacht. Ebenfalls steht der Hase als Symbol für die Fruchtbarkeit und des unzerstörbaren Lebens, was ebenfalls auf die Auferstehung verweist. Schon der hl. Ambrosius von Mailand (339 -397) deutete den Schneehasen als Symbol für Verwandlung und Auferstehung, weil dieser die Farbe seines Fells wechseln konnte.

Osterfeuer (Weihfeuer) und Osterkerze als Osterbräuche

Osterfeuer - WeihfeuerEine weite Verbreitung in Europa haben auch die Osterfeuer (auch als Weihfeuer bezeichnet) gefunden, die ihren Ursprung in der katholischen Osterliturgie haben. Aber auch vorchristliche kultische Frühlingsfeuer sind in der Geschichte nachgewiesen. Das Osterfeuer soll an die Auferstehung Christi erinnern und die christliche Osternachtfeier kennt eine eigene Lichtfeier bereits seit dem 4. Jahrhundert. Ab dem dem 8. Jahrhundert wird eine Feuerweihe erstmals vor der Kirche abgehalten, welches mit Hilfe von Feuersteinen oder mittels eines Kristalls (Brennglas) aus Sonnenstrahlen entzündet wurde. Diese Methoden der Feuerentzündung symbolisieren in besonderer Weise die Auferweckung Christi aus dem steinigen Felsengrab. So wird das Feuer in der Liturgie der Osternacht (in früheren Zeiten bereits am Morgen des Karsamstags) entzündet und vom Priester gesegnet bzw. geweiht. An diesem Feuer wird dann auch die Osterkerze entzündet, nachdem sie liturgisch präpariert wurde. Die Osterkerze wird dann feierlich unter dem Rufe „Lumen Christi“ (= Christuslicht) in die dunkle Kirche getragen und an ihr entzünden dann Gläubigen ihrerseits ihre eigenen Kerzen. Das „Weihfeuer“ gilt zudem als Segenszeichen und in einigen Regionen ist es üblich, dass die Kinder das Feuer mit glimmenden Baumschwämmen in die Häuser tragen, wo damit dann das Herdfeuer entzündet wird und auf diese Weise der Ostersegen als Zeichen der Auferstehung nach Hause getragen wird. In etlichen katholischen Haushalten wurde früher das Herdfeuer nur einmal im Jahr, am Karfreitag in Erinnerung an den Tod Jesu, gelöscht.

Seit dem 10. Jahrhundert ist wird auch eine besondere Feuer-Zeremonie aus der Grabeskirche in Jerusalem abgehalten. Dort soll sich am orthodoxen Karsamstag um 13 Uhr soll sich im „Heiligen Grab“ das „heilige Feuer“ auf wundersame Weise selbst entzünden, welches die versammelten Gläubigen lautstark begrüßen. An diesem Feuer entzünden sie dann ihre Osterlichter, die in Erinnerung an die 33 Lebensjahre Jesu aus einem Bund von 33 dünnen Kerzen bestehen.

Erst seit dem 16. Jahrhundert sind die Osterfeuer dann auch als außerliturgischer Volksbrauch bekannt, denen vermutlich auch eine positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit der Erde nachgesagt wurde.

Osterlamm

Osterlamm mit OsterfahneEiner der bekanntesten Bräuche an Ostern ist der des Osterlamms. Schon seit Jahrtausenden gilt das Schaf als Symbol des Leben, weil es nicht nur Speise (Fleisch) und Trank (Milch, Käse), sondern auch Kleidung (Wolle) usw. gibt. Zudem wurde es in den alten Kulturen als Opfertier verwendet, weil man ihm gute gute Beziehungen zu den Göttern nachsagte. Besonders auch im Judentum diente es als Opfergabe an Gott (siehe Ex 12,1-13,16) und beim Propheten Jesaja (53,7) wird das Lamm auch zum Symbol für den „leidenden Gottesknecht“. Im Neuen Testament wird dann das Lamm zum Symbol für Jesus Christus, der als Lamm Gottes (Joh 1,29 u. 36) bzw. als das wahre Paschalamm (Osterlamm) bezeichnet wird (siehe 1 Petr 1,19; 1 Kor 5,7). Hier aus entwickelte sich vielerorts der Brauch zu Ostern ein Brot in der Form eines Lammes zu backen (Ostebrot), welches in vielen Gemeinden zu älteren Menschen gebracht wird, die nicht mehr zur Kirche gehen können. Ebenfalls ist es auch üblich kleine Präsente in Form des Osterlammes (z. B. Schokoladen-Osterlämmer) zu verschenken oder als Dekorationsartikel aufzustellen.

Speisenweihe (Fleischweihe) als Ostertradition

Eine seht alte Tradition hat auch die Segnung der Osterspeisen. Diese kann schon bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Im Volksmund wird sie auch als „Fleischweihe“ bezeichnet. Der Brauch sieht vor, dass Osterbrot (süßes Weißbrot), Schinken, Ostereier, Salz, Kren und Kräuter am Karsamstag in die Pfarrkirche, zu einer Kapelle oder einem Bildstock gebracht werden. Dort werden sie nach einem Wortgottesdienst gesegnet, was als Abschluß der Fastenzeit gesehen wird, die früher fleischlos war.

Henne und Küken

Aufgrund ihrer engen Verbindung zum Ei zählen auch auch Hennen und Küken zum Osterbrauchtum dazu. Zudem findet sich auch in den Evangelien ein Bezug hierzu. So vergleicht sich Jesus selbst mit einer Henne: „Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt, aber ihr habt nicht gewollt.“ (Mat 23,37; Luk 13,3f).

Film zu Osterbräuchen

Die schönsten Osterbräuche aus der Schweiz:

Wer gute Anregungen für Ostergeschenke sucht, dem bietet der folgende Beitrag etliche Ideen: Ostergeschenke.

Quellen:

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