Glocken – Brauchtum und Entstehung …

Glocken finden im sakralen Bereich spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert Verbreitung.

Ursprung:

Glockengießer - Glocken

Glockengießer (1568), Quelle: Wikimedia

Die Einführung der Glocken ins Christentum soll im 4. und 5. Jahrhundert stattgefunden haben. Sie wurde hierbei vermutlich von den Bischöfen Severus von Neapel, Paulinus von Nola und dem Kirchenvater Hieronymus im Gottesdienst eingeführt. Das Läuten als Ruf zum Gottesdienst wurde aber erst im Laufe des 5. und 6. Jahrhunderts bekannt und fand im 8. Jahrhundert durch irische Wandermönche eine weitreichendere Verbreitung. Spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert sind sie im kirchlichen Bereich fest verankert.

Funktionen von Glocken:

Im kirchlichen Zusammenhang hatten bzw. haben Glocken verschiedene Funktionen:

  • als Schandglocke Verurteilten zur Hinrichtung,
  • als Totenglocke zum Begräbnis,
  • als Betglocke zum Zeichen beginnender Gottesdienste/Gebete
  • als Handglocken und Schellen, die zum Markieren bestimmter Stellen in der christichen Liturgie Verwendung finden (bspw. zum Läuten während des eucharistischen Hochgebets)

Durch ihre Verbreitung bekam die Glocke auch im Laufe der Zeit eine liturgische Funktion zugesprochen, welche besonders in der zeremoniellen Segnung (Glockenweihe) sowie durch Formen der Salbung (Glockentaufe) Ausdruck fand.

Aber auch außerhalb der kirchlichen Ordnung war die Glocke den Menschen dienlich, so unter anderem als Zeitgeber sowie als Sturmglocke, die vor nahender Gefahr und Unwetter warnte.

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Quelle:

Wo kommen die Weihnachtslieder her?

Ursprung der Weihnachtslieder:

Ihre Herkunft haben die Weihnachtslieder bereits im Mittelalter. Dort sang der Priester als Teil der Liturgie während der Mitternachtsmesse am Weihnachtsfest lateinische Lieder.

Entwicklung:

Liederbuch - Weihnachtslieder

Liederbuch mit Weihnachtsliedern

Als im Laufe der Jahre immer mehr aufkam, die Kirchenbesucher mit in das kirchliche Singen einzubeziehen und die Krippenspiele eine steigende Verbreitung erfuhren (diese verfügten über ein ausgeprägtes Liedgut), hielten die Weihnachtslieder auch Einzug in familiären Bräuche. Besonders in der Reformationszeit wurden volkssprachliche Kirchen- und Weihnachtslieder sehr populär. Mit der Zeit wurde das Musizieren dann zum Bestandteil der standesgemäßen Erziehung im Bürgertum und auf diese Weise entwickelte sich das bürgerliche Liedgut des 19. Jahrhunderts, dem viele unserer heutigen Lieder zum Weihnachtsfest entstammen.

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Quelle:

Der Herrnhuter Stern – Ein schöner Brauch…

Entstehung und Bedeutung:

Herrnhuter Stern

Herrnhuter Stern

Dieser berühmte Stern hat seine Bezeichnung von der Herrnhuter Brüdergemeine, die ihren Stammsitz in Herrnhut in der Oberlausitz hat, einem von den Nachfahren der Evangelischen Brüderunität Mähren am 17. Juni 1722 gegründeten Ort. Hier entstanden die ersten Herrnhuter Sterne.

Vom 4. bis 6. Januar des Jahres 1821 feierte man dort in der Unitäts-Knabenanstalt in Niesky ein Fest zum fünfzigsten Jahrestag der Anstalt, als erstmals im Hof ein beleuchteter Stern mit 110 Zacken (nach einem einfachen geometrischen Entwurf gefertigt) aufgehangen war. In den daruaffolgenden Jahren wurde der Stern dann auch in den Internaten der Herrnhuter Unität in Niesky, Neuwied, Königsfeld im Schwarzwald und Kleinwelka gebastelt und zum ersten Advent aufgehängt.

Verbreitung des Herrnhuter Stern:

Die kommerzielle Herstellung der Herrnhuter Sterne begann ab ca 1900 in kleinem Rahmen kommerziell. Jedoch fanden sie ihre eigentliche Verbreitung erst nach 1968 mit den in Herrnhut hergestellter Bausätzen. Diese bestehten stets aus 25 einzelnen Zacken bestehen, welche der Käufer dann selbst zusammenbauen muss.
Dieser Adventsschmuck ist nicht überladen und bunt, sondern strahlt eine schlichte Schönheit aus.

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Quelle:

Die 12 heiligen Nächte …

Ursprung und Bedeutung:

Weihnachtslicht - 12 heiligen Nächte

Kleines Weihnachtslicht, Quelle: www.oldskoolman.de

Nach alter Tradition werden die zwölf heiligen Nächte zwischen Weihnachten (25. Dezember) bis zum Dreikönigstag (6. Januar) als die »zwölf heiligen Nächte« (oder auch als Rauhnächte, Raunächte, Rauchnächte, Glöckelnächte, Innernächte bzw. Unternächte) bezeichnet. In diesen oft stürmischen Winternächten, so glaubte man in vorchristlicher Zeit, gingen böse Geister umher, die den Menschen schaden wollten. Aber durch Gottes Segen wurden aus den zwölf unheiligen Nächte im Laufe der Zeit schließlich zwölf heilige Nächte.

Brauchtum – 12 heiligen Nächte:

Die letzte dieser zwölf Nächte (vom 5. auf den 6. Januar), galt im Alpenraum als so genannter »Perchtenabend«. An diesem Tag fanden Maskenumzüge statt und die Felder wurden mit Weihwasser besprengt, um die Erde zum Leben zu erwecken, damit sie fruchtbar sei und Ertrag hervorbringe. Diesem Brauchtum setzte das Christentum im Mittelalter die Umzüge der Sternsinger entgegen.

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Quellen:

  • Abeln, Reinhard: Das christliche Hausbuch für die Advents- und Weihnachtszeit, Leipzig 2011, 95.
  • www.heiligenlexikon.de