Gedenktag des hl. Florian

Jedes Jahr am 4. Mai begeht die Kirche den Gedenktag des heiligen Florian, der im 3. Jahrhundert gelebt haben und als Märtyrer gestorben sein soll.

Heiligenlegende:

Heiliger Florian

Martyrium des hl. Florian, Quelle: Wikimedia

Der Legende nach lebte der hl. Florian im 3. Jahrhundert und war Kanzleivorstand des Statthalters der römischen Provinz Ufernorikum und lebte in Aelium Cetium (Sankt Pölten). Unter Kaiser Diokletian kam es in den Jahren 303/304 zu einer Christenverfolgung. Als Statthalter Aquilinus nach Lauriacum (heutiges Lorch in der Nähe von Wels, Oberösterreich), wurden 40 Christen wurden ergriffen und nach vielen Schikanen eingesperrt. Nachdem Florian davon erfahren hatte, eilte er sofort nach Lauriacum, um den Verfolgten ihnen beizustehen. Dabei wurde auch er von seinen ehemaligen Militärkameraden aufgegriffen und verhaftet, da er sich öffentlich als Christ bekannte, und vor den besagten Statthalter geführt. Er weigerte sich dem christlichen Glauben abzuschwören und wurde daraufhin mit Knüppeln geschlagen. Zudem wurden seine Schulterblätter mit geschärften Eisen gebrochen. Am 4. Mai des Jahres 304 wurde er der Überlieferung nach schließlich zum Tode verurteilt und in Lauriacum mit einem Stein um den Hals von der drotigen Brücke in die Enns geworfen, woraufhin er ertrank. Der Leichnam wurde der Legende nach auf einem Uferfelsen angeschwemmt und von einem Adler mit ausgespannten Schwingen bewacht. Dort wurde er von einer tiefgläubigen Frau gefunden und zu seinem vorherbestimmten Bestattungsort gebracht. Dazu legte Sie seine Gebeine auf einen Karren, der von Tieren gezogen wurde, und deckte ihn mit Sträuchern und Laubwerk zu, um ihn auf diese Weise ungesehen zu bleiben. Als auf dem Weg zur Begräbnisstätte die Zugtiere schlapp wurden und stehen blieben, entsprang auf ein Gebet der Frau hin eine Quelle (heute Florianbrunnen bei der Kirche St. Johann in St. Florian) und die Tiere konnten sogleich trinken. Am Bestattungsort begrub ihn die Frau schnell in der Erde und einige Jahre später entstand über seinem Grab das beühmte Stift Sankt Florian.
Die Reliquien des heiligen Florian werden heute im oberösterreichischen Chorherrenstift St. Florian verehrt.

Heiligenattribute & Schutzpatron:

Nach alter Tradition wird St. Florian in der christlichen Kunst zumeist als römischer Legionär mit Fahne, Wasserkübel, einem brennenden Haus, manchmal auch mit Mühlstein am Hals dargestellt.
Der heilge Florian gilt als Schutzpatron der Feuerwehr, der Bäcker, Rauchfangkehrer, Bierbrauer, Gärtner, Böttcher, Töpfer, Schmiede und Seifensieder. Er ist zudem Patron von Polen (Reliquien von ihm befinden sich in Krakau), Oberösterreich und Linz. Schließlich wird seine Fürsprache bei Feuer und Dürre angerufen.
Den Gedenktag begeht die katholische Kirche alljährlich am 4. Mai. Zudem wird bei den Feuerwehren in Österreich der so genannte Florianitag gefeiert.

Brauchtum & Traditionen zum hl. Florian:

Zum Brauchtum des hl. Florian gehört in den alpenländischen Ländern die Tradition sein Bildnis als Schutz gegen Feuersbrünste und Unfruchtbarkeit an den Häuserwänden anzubringen.

In Österreich wird der Florianitag zu Ehren des heiligen Florian jährlich von vielen Feuerwehren gefeiert und dient dabei zumeist auch der öffentlichen Präsentation der jeweiligen Brandwache. Dazu findet dann oft eine heilige Messe innerhalb der jeweiligen Feuerwehr statt. Anschließend erfolgen  Vorführungen für das Publikum im Rahmen eines Tages der offenen Tür.
Auch ist es vielerorts in Österreich üblich an an diesem Festtag Feuerwehrmänner in der Öffentlichkeit für besondere Verdienste zu ehren oder Floranibittgänge abzuhalten, bei denen Florian gegen Stürme, Feuer- und Brandgefahren angerufen wird.
Ebenfalls gibt es seit ca. hundert Jahren gemeinschaftliche Florianifeiern über die Landesgrenzen hinweg.

Quellen:

Das Leben der Hildegard von Bingen – Biographie …

Geburt und Aufstieg im Orden:

Hildegard von Bingen - Buch

Hildegard von Bingen: Das Buch der göttlichen Werke (um 1230), Quelle: WGA

Die große Hildegard von Bingen erblickte im Sommer 1098 in Bermersheim bei Alzey in Rheinhessen als zehntes Kind der Edelfreien Hildebert und Mechtild das Licht der Welt.
Bereits im Jahre 1106 brachte man Hildegard im Alter von acht Jahren in die Klause auf dem Disibodenberg, wo sie durch ihre Verwandte Jutta von Spanheim für das geistliche Leben erzogen wurde. Hier unterwies man sie im Lesen der Bibel, im Psalmengesang, in der Liturgie sowie in der Ordensregel des heiligen Benedikt. Die Entscheidung für das geistliche Leben im Orden wurde im Jahre 1114 durch das Ablegen der ewigen Gelübde besiegelt. Vom heiligen Otto, dem damaligen Bischof von Bamberg, empfing sie ihren Ordensschleier. Nachdem Jutta von Spanheim 1136 verstarb, wählte man Hildegard im Alter von 38 Jahren zur geistlichen Mutter ihrer Ordensgemeinschaft.

Schicksalsjahr 1141:

Das Jahr 1141 brachte viel Veränderung für Hildegard mit sich: Einerseits fingen ihre Visionen an, welche sie niederschrieb. Andererseits begann auch ihr öffentliches Wirken, das vor allem durch diverse Briefwechsel mit vielen hochgestellten Persönlichkeiten ihrer Zeit wie Kaiser Friedrich Barbarossa uvm. sowie durch das Schreiben und Veröffentlichen ihrer theologischen sowie anthropologischen Vorstellungen geschah.

Klostergründungen der Hildegard von Bingen:

Trotz dem Widerstand der Benediktinermönche in Disibodenberg verließ Hildegard im Jahr 1147 ihr Heimatkloster Disibodenberg und entschloss sich ein eigenes Kloster mit etwa zwanzig Nonnen auf dem Rupertsberg bei Bingen zu gründen. Diese Klostergründung wurde mit der Verleihung der offiziellen Urkunde durch damaligen Erzbischof Arnold von Mainz am 22. Mai 1158 sowie durch einen Schutzbrief von Kaiser Friedrich Barbarossa am 10. April 1163 offiziell bestätigt. Aufgrund der rasch wachsenden Gemeinschaft, erwarb Hildegard im Jahr 1165 ein ausgebranntes Augustinerkloster in Eibingen und gründete an dieser Stelle ein Filialkloster. Sie setzte dort zwar eine Priorin ein, behielt sich allerdings die Äbtissinnenwürde vor.
Schließlich verstarb Hildegard im gesegneten Alter von 82 Jahren in dem von ihr gegründeten Kloster Rupertsberg bei Bingen am 17. September des Jahres 1179.

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Quelle:

Glocken – Brauchtum und Entstehung …

Glocken finden im sakralen Bereich spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert Verbreitung.

Ursprung:

Glockengießer - Glocken

Glockengießer (1568), Quelle: Wikimedia

Die Einführung der Glocken ins Christentum soll im 4. und 5. Jahrhundert stattgefunden haben. Sie wurde hierbei vermutlich von den Bischöfen Severus von Neapel, Paulinus von Nola und dem Kirchenvater Hieronymus im Gottesdienst eingeführt. Das Läuten als Ruf zum Gottesdienst wurde aber erst im Laufe des 5. und 6. Jahrhunderts bekannt und fand im 8. Jahrhundert durch irische Wandermönche eine weitreichendere Verbreitung. Spätestens seit Papst Stephan IV. im 8. Jahrhundert sind sie im kirchlichen Bereich fest verankert.

Funktionen von Glocken:

Im kirchlichen Zusammenhang hatten bzw. haben Glocken verschiedene Funktionen:

  • als Schandglocke Verurteilten zur Hinrichtung,
  • als Totenglocke zum Begräbnis,
  • als Betglocke zum Zeichen beginnender Gottesdienste/Gebete
  • als Handglocken und Schellen, die zum Markieren bestimmter Stellen in der christichen Liturgie Verwendung finden (bspw. zum Läuten während des eucharistischen Hochgebets)

Durch ihre Verbreitung bekam die Glocke auch im Laufe der Zeit eine liturgische Funktion zugesprochen, welche besonders in der zeremoniellen Segnung (Glockenweihe) sowie durch Formen der Salbung (Glockentaufe) Ausdruck fand.

Aber auch außerhalb der kirchlichen Ordnung war die Glocke den Menschen dienlich, so unter anderem als Zeitgeber sowie als Sturmglocke, die vor nahender Gefahr und Unwetter warnte.

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Quelle:

Wo kommen die Weihnachtslieder her?

Ursprung der Weihnachtslieder:

Ihre Herkunft haben die Weihnachtslieder bereits im Mittelalter. Dort sang der Priester als Teil der Liturgie während der Mitternachtsmesse am Weihnachtsfest lateinische Lieder.

Entwicklung:

Liederbuch - Weihnachtslieder

Liederbuch mit Weihnachtsliedern

Als im Laufe der Jahre immer mehr aufkam, die Kirchenbesucher mit in das kirchliche Singen einzubeziehen und die Krippenspiele eine steigende Verbreitung erfuhren (diese verfügten über ein ausgeprägtes Liedgut), hielten die Weihnachtslieder auch Einzug in familiären Bräuche. Besonders in der Reformationszeit wurden volkssprachliche Kirchen- und Weihnachtslieder sehr populär. Mit der Zeit wurde das Musizieren dann zum Bestandteil der standesgemäßen Erziehung im Bürgertum und auf diese Weise entwickelte sich das bürgerliche Liedgut des 19. Jahrhunderts, dem viele unserer heutigen Lieder zum Weihnachtsfest entstammen.

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Quelle: