Wo kommen die Weihnachtslieder her?

Ursprung der Weihnachtslieder:

Ihre Herkunft haben die Weihnachtslieder bereits im Mittelalter. Dort sang der Priester als Teil der Liturgie während der Mitternachtsmesse am Weihnachtsfest lateinische Lieder.

Entwicklung:

Liederbuch - Weihnachtslieder

Liederbuch mit Weihnachtsliedern

Als im Laufe der Jahre immer mehr aufkam, die Kirchenbesucher mit in das kirchliche Singen einzubeziehen und die Krippenspiele eine steigende Verbreitung erfuhren (diese verfügten über ein ausgeprägtes Liedgut), hielten die Weihnachtslieder auch Einzug in familiären Bräuche. Besonders in der Reformationszeit wurden volkssprachliche Kirchen- und Weihnachtslieder sehr populär. Mit der Zeit wurde das Musizieren dann zum Bestandteil der standesgemäßen Erziehung im Bürgertum und auf diese Weise entwickelte sich das bürgerliche Liedgut des 19. Jahrhunderts, dem viele unserer heutigen Lieder zum Weihnachtsfest entstammen.

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Quelle:

Der Herrnhuter Stern – Ein schöner Brauch…

Entstehung und Bedeutung:

Herrnhuter Stern

Herrnhuter Stern

Dieser berühmte Stern hat seine Bezeichnung von der Herrnhuter Brüdergemeine, die ihren Stammsitz in Herrnhut in der Oberlausitz hat, einem von den Nachfahren der Evangelischen Brüderunität Mähren am 17. Juni 1722 gegründeten Ort. Hier entstanden die ersten Herrnhuter Sterne.

Vom 4. bis 6. Januar des Jahres 1821 feierte man dort in der Unitäts-Knabenanstalt in Niesky ein Fest zum fünfzigsten Jahrestag der Anstalt, als erstmals im Hof ein beleuchteter Stern mit 110 Zacken (nach einem einfachen geometrischen Entwurf gefertigt) aufgehangen war. In den daruaffolgenden Jahren wurde der Stern dann auch in den Internaten der Herrnhuter Unität in Niesky, Neuwied, Königsfeld im Schwarzwald und Kleinwelka gebastelt und zum ersten Advent aufgehängt.

Verbreitung des Herrnhuter Stern:

Die kommerzielle Herstellung der Herrnhuter Sterne begann ab ca 1900 in kleinem Rahmen kommerziell. Jedoch fanden sie ihre eigentliche Verbreitung erst nach 1968 mit den in Herrnhut hergestellter Bausätzen. Diese bestehten stets aus 25 einzelnen Zacken bestehen, welche der Käufer dann selbst zusammenbauen muss.
Dieser Adventsschmuck ist nicht überladen und bunt, sondern strahlt eine schlichte Schönheit aus.

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Quelle:

Die 12 heiligen Nächte …

Ursprung und Bedeutung:

Weihnachtslicht - 12 heiligen Nächte

Kleines Weihnachtslicht, Quelle: www.oldskoolman.de

Nach alter Tradition werden die zwölf heiligen Nächte zwischen Weihnachten (25. Dezember) bis zum Dreikönigstag (6. Januar) als die »zwölf heiligen Nächte« (oder auch als Rauhnächte, Raunächte, Rauchnächte, Glöckelnächte, Innernächte bzw. Unternächte) bezeichnet. In diesen oft stürmischen Winternächten, so glaubte man in vorchristlicher Zeit, gingen böse Geister umher, die den Menschen schaden wollten. Aber durch Gottes Segen wurden aus den zwölf unheiligen Nächte im Laufe der Zeit schließlich zwölf heilige Nächte.

Brauchtum – 12 heiligen Nächte:

Die letzte dieser zwölf Nächte (vom 5. auf den 6. Januar), galt im Alpenraum als so genannter »Perchtenabend«. An diesem Tag fanden Maskenumzüge statt und die Felder wurden mit Weihwasser besprengt, um die Erde zum Leben zu erwecken, damit sie fruchtbar sei und Ertrag hervorbringe. Diesem Brauchtum setzte das Christentum im Mittelalter die Umzüge der Sternsinger entgegen.

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Quellen:

  • Abeln, Reinhard: Das christliche Hausbuch für die Advents- und Weihnachtszeit, Leipzig 2011, 95.
  • www.heiligenlexikon.de

Halloween (31. Oktober)

Wir alle kennen mittlerweile Halloween, welches besonders im angelsächsichen Raum weit verbreitet ist und alljährlich am 31. Okober begangen wird.

Herkunft und Bedeutung …

halloween_31_oktoberDas ausgelassene Treiben dieses ursprünglich keltischen Brauchs kommt aus Irland. Mit dem 31. Oktober endete das Jahr, so dass Halloween wie Silvester gefeiert wird. Hollows kommt von „Heilige“ und steht damit in direktem Zusammenhang mit dem ebenfalls aus Irland stammenden Festtermin für Allerheiligen als Gedächtnis der Heiligen, denen kein eigener Gedenktag gewidmet ist. Ursprünglich handelt es sich bei Halloween wohl um ein altes heidnisches Totenfest. So soll es seiner Herkunft nach ein wichtiges Fest der Kelten gewesen sein, die dieses am Beginn des Monats November feierten. Dazu wurden Freudenfeuern auf Hügeln entfacht und Verkleidungen angelegt, die der Vertreibung böser Geister dienten. Im Zuge der Christianisierung wurde dieses Fest dann durch Allerheiligen ersetzt. Seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wird das vor allem in den USA gepflegte Brauchtum in Deutschland übernommen und verdrängt damit das Reformationsfest, an dem die evangelischen Christen des Beginns der Reformation gedenken.

Das Kirchenjahr - Halloween - 31. OktoberAnfangs wurde Halloween, so wie es heute Brauch ist, nur in katholisch gebliebenen Gebieten der britischen Inseln gefeiert, besonders in Irland, wohingegen die anglikanische Kirche am Tag vor Allerheiligen die Reformation feierte. Von Irland aus kam Halloween dann durch die vielen Auswanderer dann in die Vereinigten Staaten, wo es sich zu einem regelrechten Volksfest entwickelt hat.

Brauchtum & Traditionen an Halloween:

An Halloween ist es Brauch, dass als Gespenster verkleidete Kinder von Haustür zu Haustür ziehen und mit dem Spruch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ (kurz: „Süßes oder Saures“) um Süßigkeiten betteln.

Ein weiterer bekannter Brauch ist es zum Halloweenfest Kürbisse aufzustellen. Dieser stammt aus Irland. Nach einer alten Sage lebte der Bösewicht Jack Oldfield, der durch eine List den Teufel einfing und ihn nur freilassen wollte, wenn er Jack O fortan nicht mehr in die Quere kommen würde. Als Jack gestoben war, kam er aufgrund seiner schlechten Taten nicht in den Himmel, aber er durfte auch nicht in die Hölle, weil er den Teufel betrogen hatte. Der Teufel jedoch hatte Mitleid mit Jack und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch die Dunkelheit wandern konnte. Somit war der Ursrpung des beleuchteten Kürbisses eigentlich eine beleuchtete Rübe. Weil es jedoch in den Vereinigten Staaten Kürbisse in großen Mengen gab, nahm man statt Rüben diese und höhlte sie aus. Man schnitt zudem Fratzen in die Kürbisse und beleuchtete sie, um auf diese Weise böse Geister abzuschrecken.

Quelle: