Das Herz-Jesu-Fest – Tradition und Brauchtum

Bedeutung:

Jedes Jahr, am dritten Freitag nach Pfingsten (bzw. am Freitag in der Woche nach Fronleichnam), begeht die Kirche das Hochfest des Heiligsten Herzen Jesu, wo in besonderer Weise der Liebe Jesu zu den Menschen gedacht wird. Diese war so groß war, dass er sein Blut für sie am Kreuz vergossen hat. Dabei wird Bezug genommen auf jene Stelle im Johannes-Evangelium, wo einer römischen Soldaten mit einer Lanze in die Seite Jesu und Blut und Wasser herausfloss. So steht in der Herz-Jesu-Verehrung vor allem die Sühne und damit auch die Sündhaftigkeit des Menschen im Mittelpunkt des Geschehens.

Entstehung:

Die Herz-Jesu-Verehrung entwickelte sich bereits im Hochmittelalter, als die Verehrung des leidenden Christus in den Mittelpunkt rückte. Im 17. Jahrhundert führten die Jesuiten die Herz-Jesu-Andachten als Form der Volksfrömmigkeit ein, welche durch die Visionen der Margareta Maria Alacoque (1647-1690) großen Auftrieb bekamen. Schließlich weihte Papst Leo XIII. im Jahr 1899 die ganze Welt dem Heiligsten Herzen Jesu. Im Laufe der Zeit haben so genannte Herz-Jesu-Bruderschaften, Ordensgemeinschaften sowie Genossenschaften die Herz-Jesu-Verehrung zum Zentrum ihrer Spiritualität gemacht, was sich entprechend in ihrer Namensgebung wie bspw. »Missionare des Heiligsten Herzens Jesu« usw. niedergeschlagen hat.

Herz-Jesu-Freitag:

Neben dem eigentlichen Herz-Jesu-Fest wird zudem jeder erste Freitag im Monat als Herz-Jesu-Freitag begangen, der mit dem Sakramanent der Beichte und einer eucharistischen Anbetung sowie anschließendem sakramentalen Segen verbunden ist. In engem Zusammenhang zu dieser eucharistischen Frömmigkeit steht auch die »Heilige Stunde«, welche auf Margarete Maria Alacoque zurückgeht, die jeweils am Abend vor dem Herz-Jesu-Freitag stattfindet. Dabei handelt es sich um ein betrachtendes Gebet in der Kirche, was sich mit dem Leiden und Sterben Jesu sowie seiner Liebe und der Einsetzung des Abendmahls beschäftigt. Mit dem Herz-Jesu-Freitag ist ebenfalls das monatliche Gebetsanliegen des Papstes verbunden.

Eine Auswahl an Büchern zu den christlichen Feiertagen im Jahreskreis (Kirchenjahr) finden Sie im Vivat!-Onlineshop.

 

Quellen:

Abeln, Reinhard / Harper, Ursula: Das große Kinderbuch zum Kirchenjahr; Leipzig 2010, 72.
www.kath.de
www.katholisch.de

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Das Hochfest »Heilige Drei Könige« (Erscheinung des Herrn)

Herkunft und Bedeutung des Festes:

Am 6. Januar feiert die Kirche das Hochfest »Erscheinung des Herrn« (auch »Epiphanias«, Dreikönigsfest oder Dreikönigstag), das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana. Bereits im antiken römischen Kaiserkult im hellenistischen Osten des römischen Reiches formte sich ein Feiertag, der die göttliche Erscheinung des Divus (der Titel »göttlicher Kaiser«) als Teil des Zeremoniells beinhaltete. Im 2. Jahrhundert entstand in der Ostkirche das christliche Epiphanias- oder Theophaniefest, welches bis zum 4. Jahrhundert das alte Ritual des Kaiserkultes überlagert hatte. In der Westkirche wurde dieses Fest vermutlich erst nach der Einführung des Weihnachtsfestes  am Festtag des unsterblichen Sonnengottes (Sol Invictus) im 4. Jahrhundert anerkannt.

Brauchtum:

An diesem Tag wird in vielen Familien der Weihnachtsbaum zum letzten Mal angezündet und anschließend geplündert. Außerdem gehen mit dem Dreikönigstag auch die zwölf Rauhnächte (zwölf Weihnachtstage zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar) zu Ende. Ein sehr alter Brauch am Dreikönigstag ist es die Häuser zu segnen. Dazu schreibt man mit Kreide die Buchstaben C+M+B (»Christus Mansionem Benedicat« – Christus segne dieses Haus oder Caspar, Melchior und Balthasar) an die Haustür und hofft, damit wieder für ein Jahr alles Übel fernhalten zu können. Die drei Weisen (oder Magier) aus dem Morgenland, Caspar, Melchior und Balthasar, geben den Hintergrund für diese Tradition. Im Laufe der Jahrhunderte machte der Volksglauben aus den Magiern Könige verschiedener Erdteile und legte ihre Zahl entsprechend an die Anzahl der Geschenke auf drei fest. Schon seit dem 6. Jahrhundert sind ihre Namen bekannt. Caspar stammt aus dem Persischen und bedeutet »Schatzmeister«. Melchior wird aus dem Hebräischen abgeleitet und kann mit »König des Lichts« übersetzt werden. Ebenfalls aus dem Hebräischen abgeleitet ist Balthasar und bedeutet »Gott wird helfen« bzw. »Gott schütze sein Leben«. In den Darstellungen der Kunst wird Caspar meistens als Myrrhe schenkender Afrikaner, Melchior als Goldschätze überreichender Europäer und Balthasar als asiatischer König gezeigt, der Weihrauch zur Krippe bringt.

Schutzpatrone:

Die Heiligen drei Könige sind Patrone der Stadt Köln, der Reisenden, Pilger, Kürschner, Kaufleute, Gastwirte, Spielkartenhersteller, gegen Unwetter und gegen Epilepsie.

Dreikönigswasserweihe:

Ähnlich wie die Osternacht war der Dreikönigstag früher ein traditioneller Tauftag. Aus diesem Grund findet an diesem Tag die Dreikönigswasserweihe statt. Mit dem geweihten Wasser, welches zumeist einige Tage lang in der Kirche abgeholt werden kann, werden die Häuser und Wohnungen gesegnet. Es werden Salz, Weihrauch und Kreide geweiht. Salz, weil es schal gewordenes Wasser wieder lebendig macht, den Weihrauch als Zeichen des Gebetes, welches zu Gott aufsteigt, und schließlich die Kreide für den Haussegen.

Eine Vielzahl an Dekorations- und Geschenkideen für die Weihnachtszeit finden Sie auch im Vivat!-Shop.

 

Quellen:

www.theology.de
www.weihnachtsseiten.de
www.katholisch.de
http://kirchensite.de

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Konfirmation – Bedeutung, Ursprung und Ablauf

Was bedeutet die Konfirmation?

Der Name Konfirmation leitet sich vom  lat. »confirmatio«, was sich mit »Befestigung« bzw. »Bekräftigung« übersetzen lässt. Sie ist eine feierliche Segenshandlung in den meisten evangelischen Kirchen, wobei die Segnung den Übertritt ins kirchliche Erwachsenenalter kennzeichnet.
Durch ihre geschichtliche Entwicklung hat die Konfirmation im Laufe der Zeit vier Bedeutungen bekommen:

  1. Sie ist die persönliche Bestätigung der Taufe und somit das bewusste Ja zum christlichen Glauben und zur Kirchenzugehörigkeit.
  2. Sie bildet den Abschluss des kirchlichen Unterrichtes mit »Lehrbefragung« bzw. Katechismusprüfung.
  3. Sie ist die Zulassung zum Abendmahl.
  4. Sie ist der Eintritt in das (kirchliche) Erwachsenenleben.

Woher kommt die Konfirmation?

Der Ursprung der Konfirmation ist bei dem in Straßburg wirkenden Reformator Martin Bucer zu suchen, der das erste Modell hierfür aufstellte. Dabei wird die Konfirmation im Jahr 1539 erstmals in der hessischen Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung formuliert. Martin Luther selbst hatte die Firmung noch abgelehnt, denn nach seiner Auffassung bedurfte die Taufe keiner weiteren Ergänzung. Dafür sollte es eine Einführung in den Katechismus geben. Die evangelische Konfirmation entwickelte sich letztlich durch Anstöße aus der reformatorischen Täuferbewegung, welche die Taufe als ein persönliches Bekenntnis zum Glauben verstand und die Kindertaufe als unbiblisch ablehnte. Der Reformator Martin Bucer entwickelte nun als einen Kompromiss das Modell der Konfirmation, welche zwar die Kindertaufe beibehielt, aber eine persönliche Taufbestätigung durch den Konfirmanden enthielt.

Wie läuft die Konfirmation ab?

Normalerweise wird die Konfirmation im Rahmen eines Festgottesdienstes vollzogen, wo die Konfirmanden ihren Glauben öffentlich bekräftigen sollen. Dadurch wird an ihre Taufe als Kind angeknüpft, bei welcher die Eltern und Paten stellvertretend für sie den Glauben bekannt haben. In einigen Kirchen müssen die Konfirmanden dazu das apostolische Glaubensbekenntnis sprechen, wohingegen in anderen kein spezifisches Bekenntnis verlangt wird, sondern die Teilnahme an der öffentlichen Feier schon an sich als öffentliche Bekräftigung des Glaubens gilt.
Durch die Handauflegung empfangen die Konfirmanden den Segen und bekommen außerdem einen biblischen Konfirmationsspruch überreicht, der sie durch die zukünftige Zeit begleiten soll. Anschließend (heutzutage auch oftmals am Vorabend oder zu einem anderen geeigneten Zeitpunkt) nehmen sie zumeist das erste Mal am Abendmahl teil. Da in etlichen evangelischen Landeskirchen das so genannten Kinderabendmahl eingeführt wurde, verliert diese Zulassung zum Abendmahl jedoch zunehmend an Bedeutung. Dafür gewinnt das eigene »Ja« zum Glauben zunehmend an Gewicht.
Die Konfirmation ist traditionell mit einem Familienfest und Geschenken verbunden, wobei sich letztere entsprechend am Übertritt ins Erwachsenenenleben (bspw. Aussteuer) orientieren. Nach altem Brauchtum tragen die Konfirmanden am Konfirmationstag festliche schwarze Kleidung.
Es ist auch üblich, dass sich der Konfirmand einen Paten sucht, dessen Aufgabe es ist den Konfirmanden bei dessen christlicher Lebensführung zu begleiten und zu unterstützen.

Eine große Auswahl an geeigneten Geschenkideen zur Konfirmation finden Sie im Vivat!-Shop.

 

Quellen:

www.dekanat-hof.de
www.eki-og.de
www.konfiweb.de

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Ostern und der Segen des Papstes »Urbi et orbi«

Wann wird der Segen gespendet?

Was wäre Ostern wohl ohne den den Segen des Papstes am Osterfest? Jedes Jahr spendet der Papst am Ostersonntag zur Mittagszeit traditionell den apostolischen Segen »Urbi et orbi« (der Stadt und dem Erdkreis) von der Loggia seiner Wohnung aus. Dieser erfolgt in der Regel nach der feierlichen Ostermesse auf dem Petersplatz und der kurz zuvor gehaltenen Osteransprache an alle Gläubigen auf der Welt.

Ablass aller Sünden:

Nach katholischer Lehre bekommen alle, die diesen Segen hören, sehen und die guten Willens sind, einen vollkommenen Ablass (mit den üblichen Bedingungen hierzu) ihrer Sündenstrafen gewährt. Dabei kann man den Segen seit 1967 über Radio, seit 1985 über das Fernsehen und seit 1995 auch über das Internet gültig empfangen.

Geschenktipp:

Vivat! - PapstbuchHierzu bieten wir passende Impulse zur Osterzeit von Papst Benedikt XVI.:
»Das Geheimnis von Tod und Auferstehung – Betrachtungen zur Fasten- und Osterzeit«
In diesem Buch meditiert Papst Benedikt XVI. das Geheimnis von Tod und Auferstehung Christi und erschließt dem Leser die Mitte des christlichen Glaubens. Die Hörbuch-CD beinhaltet die Originalaufnahmen der Meditationen, persönlich gesprochen von Joseph Ratzinger in deutscher Sprache.

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Deus Caritas Est

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Credo

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Hörbuch: »Jesus von Nazareth«, Band I (12 CDs)

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