Das Osterlamm – Ein Gedicht

O du schöne Osterzeit!
Die Erde trägt ihr Frühlingskleid:Osterlamm aus Schokolade
Vögel kehren wieder heim,
Blumen brechen aus dem Keim.
Alles will nun auferstehn,
im neuen Glanz die Sonne sehn.
Die Natur erwacht vom Schlafe,
auf grüner Wiese grasen Schafe.

Das Schaf – das Opfertier der Welt
zu Ostern einen Glanz erhält,
weil dieser schöne Feiertag
der Demut Größe offenbart.
Denn seit der Menschheit alten Tagen
musste das Schaf viel Leid ertragen.
Dem Schafe lastete man an,
was der Mensch nicht tragen kann:
Dummheit und Schuld, die ihn betraf,
- der Sündenbock war stets das Schaf.
Der Mensch spielte das Unschuldslamm
und blökte stolz das Schaf zusamm´.
Er hat die Schafe ausgebeutet
und seine Herrschaft ausgeweitet,
hat goldne Kälber sich gezüchtet
und das Schaf zu Tod gerichtet.

Doch Ostern öffnet es den Mund
und sagt: „O Mensch! Ich bin gesund!
Ich bin erlöst von Deiner Last,
die Du mir aufgeladen hast,
hab deine Schuld aus alten Tagen
auf meinem Rücken ausgetragen.
Jetzt fang mal selber an zu denken,
tu Deinen Blick nach innen lenken!
Hör auf, die Andern zu beschweren
mit Deiner Dummheit Stolz und Mut!
Statt goldne Kälber zu verehren,
erkenn in Dir das höchste Gut!
Denn so wie Du die Welt vernichtest,
so beutest Du Dich selber aus.
Das Lamm, das Du zugrund´ gerichtet,
lebt auch in Dir, in Deinem Haus.

Drum trag´ in Demut Deine Last,
statt Schuld auf Andere zu schieben!
Was Du durch mich erfahren hast,
das hilft Dir, Dich und Andre lieben.
Ich bin stets bei Dir – gib mich weiter!
In Schoko ist das kein Problem.
Ein Schokolämmchen ist ja heiter
und jedem Menschen angenehm.
Stell´ es heimlich an die Türen
lieber Menschen vor dem Fest;
als  Zeichen nur, um so zu spüren,
dass Ostern mehr als Frühling ist.

Und wenn Ihr rätselt her und hin,
was wohl des Lammes tiefrer Sinn,
erkennt Ihr dann vielleicht im Zeichen
eine Liebe ohnegleichen.

von Lucia Tentrop

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Das Osterlachen – Ein Ausdruck der Freude

Bedeutung:

Eine sehr alte Tradition zu Ostern ist das so genannte »Osterlachen«, welches in vielen Gemeinden auch heute noch ein schöner Brauch ist. Dabei erzählt der Priester in der Osterpredigt lustige Anekdoten (auch »Ostermär« oder »Ostermärlein« genannt), bei denen die Gläubigen lachen müssen.

Herkunft:

Bekannt ist diese Tradition schon seit dem 16. Jahrhundert und Scherze bzw. überraschende Witze in der Osterpredigt waren bis in das 17. Jahrhundert hinein fast überall ein fester Bestandteil der Predigt in der Osternachtliturgie. Zwar verlor dieser Brauch im 18. Jahrhundert wieder Bedeutung, aber auch heute noch ist er in einigen Gemeinden fester Bestandteil.
Mit dem Osterlachen soll der Charakter des Osterfestes als Fest der Freude, an dem wir allen Grund haben zu lachen, ganz besonders zum Ausdruck gebracht werden.

 

Quellen:

Abeln, Reinhard: Das große Hausbuch für die Fasten- und Osterzeit; Leipzig 2011, 74.
www.brauchtum.de

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Die Osterfahne – Ein Siegeszeichen

Herkunft und Bedeutung:

OsterfahneSchon seit dem 9./10. Jahrhundert kennt die Kirche Fahnen für liturgische Zwecke, die den Triumph Christi und der Heiligen symbolisieren. Ursprünglich war die Oster- bzw. Auferstehungsfahne ein rotes Velum (Schal), mit dem das Kreuz zu Ostern geschmückt wurde (ähnlich dem römischen Feldzeichen nach einem Sieg). Daneben entwickelte sich im Laufe der Zeit die heute typische Osterfahne als Fahnenstange mit der Querstrebe, an welcher ein Tuch herabhängt.

Motive:

Traditionell sind für die Osterfahne zwei Motive üblich:

  1. Entweder wird Christus als der Auferstandene dargestellt, der mit der Hand das Siegeszeichen macht und für welches die Bezeichnung »Osterfahne« üblich wurde.
  2. Oder als zweite Variante wird Christus als Osterlamm dargestellt, welches die Osterfahne mit sich führt.

Beide Motive drücken symbolisch das Gleiche aus, nämlich den Triumph über den Tod.

 

Quellen:

www.brauchtum.de
www.brauchtumsseiten.de

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Osterreiten – Ein schöner Brauch

Ursprung und Bedeutung:

In der Osterzeit ist auch das so genannte »Osterreiten« (Kreuzreiten) als ein altes Ritual in manchen Regionen bekannt, bei dem die Auferstehung von Jesus Christus verkündet wird. Seinen Ursprung hat das Osterreiten bei den heidnischen Slawen, die im Frühjahr um ihre Felder ritten, um auf diese Weise eine gute Ernte zu erbitten. Nach der Bekehrung der Slawen zum Christentum wurde dieser Brauch des Osterreitens von der Kirche übernommen und wird bis heute im katholischen Teil der sorbischen Lausitz (Gebiet zwischen Hoyerswerda, Kamenz und Bautzen) jährlich am Ostersonntag gepflegt.

Ablauf:

Angeführt wird die Prozession von den Fahnenträgern, den Trägern der Christusstatue und des Kreuzes. Zuerst versammeln sich die Reiter vor der Kirche und werden vom örtlichen Geistlichen gesegnet und verabschiedet. Anschließend prozessieren die festlich gekleideten Reiter (mit Gehrock und Zylinder, die Pferde sind mit muschel- oder metallbeschlagenen Ostergeschirr und buntbestickten Schleifen verziert) singend in die jeweilige Nachbargemeinde, um dort das Ereignis der Auferstehung bekannt zu machen. Außerhalb der Ortschaften wird der Rosenkranz oder eine Litanei gebetet. Wenn die Prozession in der Nachbargemeinde angekommen ist, wird die Kirche sowie der Friedhof umrundet. Anschließend beten sie auf dem Friedhof für die Verstorbenen und werden dann bei den Familien des Dorfes beköstigt.

 

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Quellen:

www.brauchtumsseiten.de
www.sorben.de

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