Osterfestkreis – Entstehung und Bedeutung…

Frühes Christentum:

Das Kirchenjahr - Feste - Traditionen - BrauchtumIm Urchristentum galt der Ostersonntag als christliche Variante des letzten Pessachtages: So entsprach dem Auszug aus Ägypten die in der Osternacht gefeierte Auferstehung Jesu Christi und mit ihm die Rettung aller Menschen aus dem Tod. Auf diese Weise entwickelte sich der Ostersonntag im Laufe der Zeit zum Ausgangs- bzw. Mittelpunkt des Kirchenjahres und blieb über einen langen Zeitraum hinweg das einzige christliche Jahresfest.

Entwicklung:

In der westlichen Tradition wurde das Osterdatum im Jahre 325 auf den einem 15. Nisan (Pessachbeginn) folgenden Sonntag gelegt. So fügte es sich damit in die Sonntagsreihe ein und bildete einen zum Pessach analogen Festkreis aus. Hierbei wurde die Osterfeier seit dem 2. Jahrhundert mit zwei bis sechs Fastentagen vorbereitet. Erst im 4. Jahrhundert entstand im Westen das »Triduum Sacrum«, welches den Abend des Gründonnerstags, Karfreitag, Karsamstag und den Ostersonntag umfasste. Dieses »Triduum Sacrum« wurde dann analog zum sieben- oder achttägigen Pessach zur »Heiligen Woche« erweitert, welche vom Tag des Einzugs Jesu in Jerusalem (Palmsonntag) an den Verlauf der letzten Lebenstage Jesu bis zu dessen Auferstehung sinngemäß abbildete.

Ebenfalls folgte dem Osterfest seit dem 4. Jahrhundert auch eine Woche, bei welcher die Neugetauften täglich die Eucharistie feierten und in der apostolischen Lehre unterwiesen wurden, und endete mit dem Weißen Sonntag. Dieser »kleinen Oktav« (Festwoche) folgte eine »große Oktav« von sieben Wochen als österliche Freudenzeit, welche auf den Pfingstsonntag zulief und mit diesem insgesammt 50 Tage umfasste (analog zur Frist zwischen Pessach und Schawuot im jüdischen Kalender). Zehn Tage vor dem Pfingstfest etablierte sich entsprechend der 40-Tages-Angabe in Apg 1,3 das Himmelfahrtsfest.

Fastenzeit:

Jene 40-Tage-Frist (Quadragesima) wurde dann auch auf die bis dahin recht kurze Fastenzeit vor Ostern übertragen und somit erweitert. In dieser wurde mit Gebet, Buße und Fasten der Passion Jesu gedacht wurde. Nur die Sonntage der Fastenzeit waren vom Fasten ausgenommen, da ihre Liturgie auf den Ostersonntag bezogen war.

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Das Eierfärben

Vivat! - OstereiNachdem Sie im letzten Beitrag etwas über die Herkunft von Ostereiern erfahren haben, wollen wir uns nun dem gestalterischen Aspekt, dem Eierfärben zuwenden.

Anleitung:

Vivat! - OstereiZuerst müssen die Eier ausgeblasen werden. Dazu werden die rohen Eier mit einer Nadel an beiden Enden aufgestochen (zwei linsengroße Löcher) und anschließend wird Eigelb sowie Eiweiß heraus gepustet bis die Eier gänzlich hohl sind.
Nun können wir uns dem eigentlichen Eierfärben zuwenden. Die Eier werden farbig bemalt (Wasserfarben, Filzstifte, Wachsstifte, Tusche usw.) oder sie werden in einen Topf mit spezieller Farbe (gibt es vor Ostern im Supermarkt zu kaufen) getaucht. Auf die gefärbten Eier lassen sich nun auch noch Ornamente / Symbole (bspw. Fisch mit Anker, Lamm, Pelikan, PX, Kreuz, Hahn Ähre, Boot, Traube, Kelch usw.) zeichnen oder aufkleben.
Wenn die Eier fertig dekoriert sind können Sie an Weidenzweige oder an einen blühenden Forsythienstrauch gehangen werden.

Geschenktipp:

Vivat! - OstereiSofern man keine Lust hat die Eier selber zu bemalen, können diese natürlich auch käuflich erworben werden. Eine große Auswahl an Ostereiern zur Dekoration finden Sie bei uns im Vivat!-Shop.

 

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Woher kommt die Tradition der Ostereier eigentlich?

Herkunft und symbolische Bedeutung:

Vivat! - Osterei »Lebensbaum«Schon seit frühester Zeit wird dem Ei eine besondere Symbolkraft zugewiesen. Das Ei galt in den antiken Kulturen und Religionen als ein Symbol für die Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. In einigen Kulturen wurde es sogar als Ursprung von Mensch und Welt angenommen. Im Christentum wurde diese symbolische Deutung des Eies aufgenommen und weiterentwickelt: Hier steht die unversehrte Hülle des Eies nun einerseits für die Auferstehung Jesu. Deshalb diente das Ei bei den frühen Christen auch als Grabbeigabe. Andererseits verweist das Ei oft im Hintergrund oder als Randmotiv auf Marienbildern auf die jungfräuliche Geburt Jesu.

Brauchtum:

Vivat! - Glas-Osterei »Lamm Gottes«Seit dem 10. Jahrhundert war es unter den koptischen Christen Brauch sich zum Osterfest gegenseitig Eier zu schenken. Das klassische Osterei oder Pasch-Ei (von lat. »pascha« oder hebr. »passah«) schenkte man traditionell am Ostermorgen als Zeichen der Auferstehung. Ein solches Ei war ein durch Erhitzen haltbar gemachtes und dann rot gefärbtes Ei, welches symbolisch für das Grab Jesu stand. Ab dem 12. Jahrhundert wurde zur österlichen Speiseweihung zudem um die Segnung der Eier gebetet, ebenfalls mit besonderem Verweis auf die Auferstehung. In der Zeit von Papst Paul V. (17. Jahrhundert) wurde in der Ostermesse wie folgt gebetet: »Segne, Herr, wir bitten dich, diese Eier, die du geschaffen hast, auf dass sie eine bekömmliche Nahrung für deine gläubigen Diener werden, die sie in Dankbarkeit und in Erinnerung an die Auferstehung des Herrn zu sich nehmen.« Auch waren Eier in den mittelalterlichen Klöstern ein sehr beliebtes Grundnahrungsmittel, welches auf verschiedenste Weise zubereitet wurde. Im Frankreich des Mittelalters weihten die Priester am Karfreitag hart gekochte Eier in einem rot gefärbten Wasserbad, um diese dann zum Osterfest als Essen anzubieten. In Deutschland berichtet man von gefärbten Eiern erstmals im frühen 13. Jahrhundert.
Vivat! - Olivenholz-Ostereier aus BethlehemWeitere Gründe, welche die Tradition der Ostereier stärkten, waren im Mittelalter auch die Bedeutung von Eiern als »Zinsei«, einer Eierspende, die den Zehnt (Steuerabgabe) der Bauern an ihren jeweiligen Grundherren beinhaltete. Dieser Zehnt wurde im Frühling am Gründonnerstag immer in Form von Eiern gezahlt, weil es aufgrund der Fastenzeit sowie durch die erhöhte Legefreudigkeit der Hennen in dieser Jahreszeit einen Eierüberschuss gab. Ebenfalls wirkte sich der Verzicht von Eiern (sie galten als tierische Produkte, denen man sich enthalten musste) in der Fastenzeit auf die starke Beliebtheit am sich anschließenden Osterfest aus, wo der Eierkonsum dann besonders hoch gewesen ist.

Ursprung des Namens:

Der Name »Osterei« fand erstmals im Jahr 1615 bei einem Straßburger Handwerksmeister Erwähnung und 1617 berichtet ein E. Puteanus in seinem Werk »Ovi Euconium« von beschrifteten, bemalten und geätzten Ostereiern. Im Jahr 1682 erwähnt S. Frank in der Schrift »Satyrae« dann auch schon das Verstecken von Ostereiern.

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Vivat! - Ludwig GschwindMehr Informationen zu christlichen Bräuchen, wie dem des Ostereis erfahren Sie in Ludwig Gschwinds »Christliche Bräuche und Heilige im Überblick«.

 

Quellen:

Seewald, Peter: Kult; München 2007, 57.
www.heiligenlexikon.de
www.theology.de
www.brauchtum.de

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Das Osterwasser – eine alte Tradition

Herkunft und Bedeutung:

Aller Wahrscheinlichkeit nach liegt der Ursprung des Osterwassers bereits in heidnischer Zeit. Seit Anbeginn der Menschheit gilt das Wasser als Symbol für das Leben und die Fruchtbarkeit. Aus eben diesem Grund wurde es bei den Germanen zum Andenken an die Frühlings- sowie Fruchtbarkeitsgöttin Ostera verehrt. Nach dem Siegeszug des Christentums wurde das Wasser bald als ein Symbol für Ostern umgedeutet. Seit dem 2. Jahrhundert ist es Tradition, das Taufwasser zwei Mal jährlich zu weihen (in den Nachtfeiern von Ostern und Pfingsten).

Brauchtum:

Ein alter Volksbrauch war es, das Osterwasser in der Nacht von Samstag auf Ostersonntag zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang aus einem Bach zu schöpfen und dann schweigend nach Hause zu tragen. Dies sollte ein ganzes Jahr lang Augenleiden, Ausschlag und andere Krankheiten heilen sowie für eine ewige Jugend und Schönheit sorgen. Nach dem Volksglauben sollen diejenigen Kinder, welche mit dem Osterwasser getauft wurden, besonders intelligent werden.
In der heutigen Zeit meint man als Osterwasser vor allem das in der Kirche gesegnete Wasser (Taufwasser). Dieses kann nach der Segnung in der Osternacht von den Gläubigen mit nach Hause genommen werden, wo es in manchen Regionen Brauch ist, das Osterwasser in die Weihwasserbecken der Stuben (man bekreuzigt sich beim Verlassen des Hauses) zu befüllen. Eine alte Tradition, die in engem Zusammenhang steht, ist die des Sich-Bekreuzigens mit Oster- bzw. Weihwasser beim Eintreten und Verlassen eines Gotteshauses.

Wenn Sie auch wieder den alten katholischen Brauch der Weihwasserbecken und -krüge in den Stuben neu beleben möchten oder eine schöne Geschenkidee benötigen, so empfehlen wir Ihnen hierzu das reichhaltige Angebot im Vivat!-Shop.

 

Quellen:

www.german-easter-holiday.com
www.osterseiten.de
www.theology.de

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