Resurrexi – Introitus zum Ostersonntag – Osterhymnus

Der Osterhymnus „Resurrexi“ ist der lateinische Introitus vom Ostersonntag.

Entstehung und Bedeutung

Resurrexi - Auferstehung

Resurrexi – Auferstehung

Der Introitus „Resurrexi“ ist bereits über tausend Jahre alt und der Text entstammt Psalm 139. Dabei hat Autor des Hymnus die Vorstellung, wie der auferstandene Christus am Ostermorgen seinem ewigen Vater gegenübertritt und sagt: Ich bin auferstanden. Dieser Osterhymnus lässt sich als das österliche Hoffnungslied nennen und zeichnet sich durch seine klassische Schönheit und geläuterte Klarheit aus.

Der dazugehörigen Melodie dieses Osterhymnus ist ein Hauch von Trauer zu eigen, denn gegen alle unterbrechenden und abschließenden Halleluja-Rufe bleibt der Gesang in stiller Sehnsucht verhaftet. In diesen Tönen klingt das Leid des Karfreitags in den Ostersonntag hinein.

Resurrexi als Text

Latein:

Der komplette Introitus „Resurrexi“ auf Latein …

Resurrexi, et adhuc tecum sum allelúia: posuísti super me manum tuam, allelúia: mirábilis facta est sciéntia tua, allelúia, allelúia. — Dómine, probásti me, et cognovísti me: tu cognovísti sessiónem meam.

Gloria Patri et Filio, et Spiritui Sancto: Sicut erat in principio, et nunc et semper, et in sæcula sæculorum.

Amen. Alleluia.

Deutsch:

Die deutsche Übersetzung des Hymnus …

Ich bin auferstanden und immer bei dir. Du hast deine Hand auf mich gelegt. Wie wunderbar ist für mich dieses Wissen. Halleluja — Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich. Wo immer ich bin: du weißt von mir.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.

Amen. Halleluja.

Brauchtum und Tradition in der Liturgie

Der Hymnus „Resurrexi“ ist das Einzugslied (Introitus) in der katholischen Liturgie des Ostersonntags.

Hörbeispiel zum Introitus

Der Hymnus „Resurrexi“ zum Anhören:

Gute Anregungen für Ostergeschenke bietet übrigens der folgende Beitrag: Christliche Geschenke für Ostern.

Quellen:

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Osterbräuche im Überblick …

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich rund um das Osterfest eine Vielzahl an Osterbräuchen entwickelt, zu denen hier ein kleiner Überblick gegeben werden soll:

Palmbuschen als Osterbrauch

Palmzweige - PalmbuschenAm Sonntag vor Ostern begehen die christlichen Kirchen den so genannten Palmsonntag: Sie gedenken an diesem Tag Jesus als er auf dem Rücken einer Eselin als “Friedenskönig” in die Stadt Jerusalem einzogen ist. Laut der Bibel empfingen die Mennschen Jesus mit Jubel und Palmzweigen. Dazu riefen sie: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn, der König Israels! “(Joh 12,13). Im Judentum galt das Mittragen von Palmzweigen als Symbol der Huldigung und des Sieges (vgl.1 Makk 13, 51; 2 Makk 10,7). In Gedenken an diese damalige Huldigung Jesu wird am Palmsonntag das Ritual der Palmweihe vollzogen. Während in Jerusalem, Rom und in den südlichen Ländern Palmzweige und Olivenzweige gesegnet werden, so sind es in nördlichen Regionen Zweige von Weidenkätzchen („Palmkätzchen“), Buchsbaum („Segenbaum“) oder anderen Sträuchern. Im Volk gelten die geweihten Zweige seit alters her als Segenszeichen für Haus und Feld. Im heutigen Russland trägt der Palmsonntag wegen der dort verwendeten Weidenkätzchen den Namen „Weidensonntag“. Bereits in einem irischen Messbuch aus dem 7. Jahrhundert ist Palmweihe überliefert und schon im 8. Jahrhundert hat die Palmweihe eine große Verbreitung gefunden. In der Ostkirche gibt es seit dem 4. Jahrhundert eine Palmsonntagsprozession, wohingegen die Westkirche ein solche er ab dem 11. Jahrhundert kennt.

Palmesel

Palmesel - OstertraditionIn etlichen katholischen Pfarreien gibt es den alten Brauch, bei der Palmprozession zum Palmsonntag einen lebensgroßen Esel aus Holz mitzuführen, auf dem eine Christusfigur aus Holz sitzt. Diese Tradition war vermutlich bereits im 9. Jahrhundert bekannt und erlangte besonders ab dem 13. Jahrhundert immer stärker an Bedeutung, bis die Reformation und Aufklärung aufkamen. In einigen Gemeinden wurde dieser Brauch in den letzten Jahrzehneten wiederbelebt. Statt dem Holzesel wird nun ein echter Esel mitgeführt, auf dem ein Priester bzw. ein Christusdarsteller reitet.

Ratschen als alte Tradition

Ein beliebter Brauch ist auch das Ratschen (lautes Knattern) oder Klappern. Dieses ersetzt von der Gründonnerstagsmesse bis zur Osternacht das Geläut der Altarglocken und wird von den Ministranten mit auch als Klappern (auch Karfreitagsklappern genannt) oder Ratschen bezeichneten Holzinstrumenten vollzogen.

Vom Brauch der Ostereier

Verziertes Osterei - OsterbrauchDie Tradition, am Osterfest Eier zu segnen, hat ihre Wurzeln bereits im Urchristentum (von Mesopotamien bis Spanien bekannt). Dabei handelt es sich nicht, wie oft fälschlicherweise angenommen um einen heidnischen Brauch, sondern um eine alte christliche Tradition. In vorchristlicher Zeit symbolisierte das Ei das erwachende Leben und wurde von den ersten Christen als Bild für die Auferstehung Jesu umgedeutet: Wie das Küken die Schale durchbricht, so kommt Jesus lebend aus dem Felsengrab.
Das Ei war zudem ein beliebtes Ostergeschenk, da die Christen in der Fastenzeit auf tierische Speisen verzichteten. Später kam zudem der Brauch auf diese Eier zu bemalen und andersweitig zu verzieren. In einigen Regionen verwendete man Eier auch als Zahlungsmittel (besonders für Pacht und Zins).
Nach einer alten Legende soll das Ei sogar mit der Leidensgeschichte Jesu in Verbindung stehen: Angeblich hat Maria Magdalena einen römischen Wachsoldaten mit einem Ei bestochen, um auf diese Weise in das Haus des Pilatus eintreten und am Prozess Jesu teilhaben zu können.

Osterhase

Osterhase - OsterbräucheBis heute ist nicht genau geklärt, woher der Osterhase eigentlich kommt. Zum ersten Mal eine schriftliche Erwähnung findet er jedenfalls um das Jahr 1682 herum. Einige Experten nehmen an, dass es sich um eine unverstandene Umbildung aus dem Osterlamm handeln könnte. Aber schon auf einem Sakramentarblatt zur Osterliturgie aus dem 12. Jahrhundert sind Initialen enthalten, die mit einem Hasen verziert sind. Außerdem wird angenommen, dass der Hase deshalb auch als Symbol für den auferstandenen Christus gesehen wurde, weil ihm die Augenlider fehlen (er also mit offenen Augen schläft) und er sozusagen wie Christus über die Seinen wacht. Ebenfalls steht der Hase als Symbol für die Fruchtbarkeit und des unzerstörbaren Lebens, was ebenfalls auf die Auferstehung verweist. Schon der hl. Ambrosius von Mailand (339 -397) deutete den Schneehasen als Symbol für Verwandlung und Auferstehung, weil dieser die Farbe seines Fells wechseln konnte.

Osterfeuer (Weihfeuer) und Osterkerze als Osterbräuche

Osterfeuer - WeihfeuerEine weite Verbreitung in Europa haben auch die Osterfeuer (auch als Weihfeuer bezeichnet) gefunden, die ihren Ursprung in der katholischen Osterliturgie haben. Aber auch vorchristliche kultische Frühlingsfeuer sind in der Geschichte nachgewiesen. Das Osterfeuer soll an die Auferstehung Christi erinnern und die christliche Osternachtfeier kennt eine eigene Lichtfeier bereits seit dem 4. Jahrhundert. Ab dem dem 8. Jahrhundert wird eine Feuerweihe erstmals vor der Kirche abgehalten, welches mit Hilfe von Feuersteinen oder mittels eines Kristalls (Brennglas) aus Sonnenstrahlen entzündet wurde. Diese Methoden der Feuerentzündung symbolisieren in besonderer Weise die Auferweckung Christi aus dem steinigen Felsengrab. So wird das Feuer in der Liturgie der Osternacht (in früheren Zeiten bereits am Morgen des Karsamstags) entzündet und vom Priester gesegnet bzw. geweiht. An diesem Feuer wird dann auch die Osterkerze entzündet, nachdem sie liturgisch präpariert wurde. Die Osterkerze wird dann feierlich unter dem Rufe „Lumen Christi“ (= Christuslicht) in die dunkle Kirche getragen und an ihr entzünden dann Gläubigen ihrerseits ihre eigenen Kerzen. Das „Weihfeuer“ gilt zudem als Segenszeichen und in einigen Regionen ist es üblich, dass die Kinder das Feuer mit glimmenden Baumschwämmen in die Häuser tragen, wo damit dann das Herdfeuer entzündet wird und auf diese Weise der Ostersegen als Zeichen der Auferstehung nach Hause getragen wird. In etlichen katholischen Haushalten wurde früher das Herdfeuer nur einmal im Jahr, am Karfreitag in Erinnerung an den Tod Jesu, gelöscht.

Seit dem 10. Jahrhundert ist wird auch eine besondere Feuer-Zeremonie aus der Grabeskirche in Jerusalem abgehalten. Dort soll sich am orthodoxen Karsamstag um 13 Uhr soll sich im „Heiligen Grab“ das „heilige Feuer“ auf wundersame Weise selbst entzünden, welches die versammelten Gläubigen lautstark begrüßen. An diesem Feuer entzünden sie dann ihre Osterlichter, die in Erinnerung an die 33 Lebensjahre Jesu aus einem Bund von 33 dünnen Kerzen bestehen.

Erst seit dem 16. Jahrhundert sind die Osterfeuer dann auch als außerliturgischer Volksbrauch bekannt, denen vermutlich auch eine positive Wirkung auf die Fruchtbarkeit der Erde nachgesagt wurde.

Osterlamm

Osterlamm mit OsterfahneEiner der bekanntesten Bräuche an Ostern ist der des Osterlamms. Schon seit Jahrtausenden gilt das Schaf als Symbol des Leben, weil es nicht nur Speise (Fleisch) und Trank (Milch, Käse), sondern auch Kleidung (Wolle) usw. gibt. Zudem wurde es in den alten Kulturen als Opfertier verwendet, weil man ihm gute gute Beziehungen zu den Göttern nachsagte. Besonders auch im Judentum diente es als Opfergabe an Gott (siehe Ex 12,1-13,16) und beim Propheten Jesaja (53,7) wird das Lamm auch zum Symbol für den „leidenden Gottesknecht“. Im Neuen Testament wird dann das Lamm zum Symbol für Jesus Christus, der als Lamm Gottes (Joh 1,29 u. 36) bzw. als das wahre Paschalamm (Osterlamm) bezeichnet wird (siehe 1 Petr 1,19; 1 Kor 5,7). Hier aus entwickelte sich vielerorts der Brauch zu Ostern ein Brot in der Form eines Lammes zu backen (Ostebrot), welches in vielen Gemeinden zu älteren Menschen gebracht wird, die nicht mehr zur Kirche gehen können. Ebenfalls ist es auch üblich kleine Präsente in Form des Osterlammes (z. B. Schokoladen-Osterlämmer) zu verschenken oder als Dekorationsartikel aufzustellen.

Speisenweihe (Fleischweihe) als Ostertradition

Eine seht alte Tradition hat auch die Segnung der Osterspeisen. Diese kann schon bis ins 7. Jahrhundert zurückverfolgt werden. Im Volksmund wird sie auch als „Fleischweihe“ bezeichnet. Der Brauch sieht vor, dass Osterbrot (süßes Weißbrot), Schinken, Ostereier, Salz, Kren und Kräuter am Karsamstag in die Pfarrkirche, zu einer Kapelle oder einem Bildstock gebracht werden. Dort werden sie nach einem Wortgottesdienst gesegnet, was als Abschluß der Fastenzeit gesehen wird, die früher fleischlos war.

Henne und Küken

Aufgrund ihrer engen Verbindung zum Ei zählen auch auch Hennen und Küken zum Osterbrauchtum dazu. Zudem findet sich auch in den Evangelien ein Bezug hierzu. So vergleicht sich Jesus selbst mit einer Henne: „Jerusalem, Jerusalem, du tötest die Propheten und steinigst die Boten, die zu dir gesandt sind. Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, so wie eine Henne ihre Küken unter ihre Flügel nimmt, aber ihr habt nicht gewollt.“ (Mat 23,37; Luk 13,3f).

Film zu Osterbräuchen

Die schönsten Osterbräuche aus der Schweiz:

Wer gute Anregungen für Ostergeschenke sucht, dem bietet der folgende Beitrag etliche Ideen: Ostergeschenke.

Quellen:

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Christliche Ostergeschenke – Geschenkideen für Ostern …

Benötigen Sie noch ein paar Ideen für Ostergeschenke? Was soll ich meinen Lieben zu Ostern schenken? Diese Fragen stellen sich alljährlich im Frühjahr aufs Neue. Wir haben hier einige Geschenkideen für Ostern für Sie zusammengetragen:

Ideen für christliche Ostergeschenke …

    Osterlamm aus Schokolade als Geschenk für Ostern

  • An erster Stelle sind hier natürlich Leckereien wie selbst gefärbte bzw. dekorierte Ostereier oder Süßigkeiten wie Osterlamm und Osterhase aus Schokolade zu nennen. Mit Schokolade kann man fast jeden erfreuen. Daneben gibt es eine Vielzahl an weiteren Näschereien, die zum Osterfest gerne verschenkt werden. Am Besten befüllen Sie dazu einen Osterkorb mit Ostergras und süßen Spezialitäten sowie selbst bemalten Ostereiern (eine Anleitung dazu finden Sie hier).
  • Eine sehr beliebte Geschenkidee zu Ostern ist das Osterbrot. Meistens schenkt man dieses älteren und kranken Freunden / Gemeindemitgliedern, die es nicht mehr zum Ostergottesdienst schaffen. Schön ist es natürlich, wenn das Osterbrot selbst gebacken ist.
  • Ostergeschenke - Geschenkideen für Ostern

  • Ebenfalls einer großen Beliebtheit erfreuen sich selbst gestaltete Osterkerzen, die mit einem Motiv Ihrer Wahl versehen werden können.
  • Sie können zudem eine Einladung ins Restaurant schenken oder Sie bekochen Ihre Liebsten selbst. Das kommt in der Regel immer gut an.
  • Ein Klassiker sind natürlich Geschenkbücher, CDs oder DVDs. Eine große Auswahl hierzu und weitere Geschenkideen finden Sie im Vivat!-Shop. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was der andere mag, dann kann aber immer auch ein Gutschein Abhilfe schaffen.
  • Geschenbuch für Ostern - Ostergeschenke

  • Als Geschenk eignen sich für Ostern auch Blumen oder einen Blumenkasten, um auf diese Weise den Frühling einzuläuten. Ebenfalls passen auch andere Dekorationsideen für den Frühling wie farbenfrohe Teelichthalter, Blütenanhänger oder mit Hasen und Vögeln gestaltete Vasen. Ein schöner Osterschmuck!
  • Oder wie wäre es mit einem Bildband zu Natur und Tieren oder einem Buch rund ums Gärtnern? Passend dazu kann man auch Garten-Werkzeuge oder andere Accessoires schenken.

Kreatives Geschenk für Ostern …

Neben den klassischen Ostergeschenken gibt es noch eine Vielzahl weiterer Geschenkideen für das Osterfest. Einige kreative Ideen:

    Gutschein fürs Osterreiten - Ostergeschenk

  • Kennen Sie den Brauch des Osterreitens? Diesen sollten Sie unbedingt kennenlernen! Verschenken Sie doch einen Gutschein für eine Reise in die sorbische Lausitz, wo diese alte Tradition bis heute gepflegt wird. Ein solches Ostergeschenk ist auch ein ideales Familiengeschenk.
  • Sie können natürlich auch einen Gutschein für andere gemeinsame Unternehmungen verschenken.
  • Oder wie wäre es mit einem selbsgestalteten Päckchen Samen für diverse Frühblüher oder Kräuter. So kann der Beschenkte seinen Garten bzw. die Fensterbank seiner Stube bereichern.
  • Ebenfalls empfehlenswert sind Ostergeschenke, die mit eigenen Fotos gestaltet sind (wie z. B. Grußkarte, Windlicht, Geschenktasse, T-Shirt oder Kissen) und überraschen Sie Ihre Liebsten mit Ostergrüßen.
  • Gestalten Sie doch eine Geschenkdose als Osternest und befüllen diese mit allerlei Leckereien.

Eine große Auswahl passender Geschenke zum Osterfest wie bspw. ein Schoko-Osterlamm finden Sie im Vivat!-Shop.

Quelle:

  • Wanzek, Dorothee: Geschenkideen für alle Anlässe. Ein Ratgeber für Christen; Leipzig 2010, 53f.

 

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Osterfestkreis – Entstehung und Bedeutung…

Der Osterfestkreis im frühen Christentum:

Im Urchristentum galt der Ostersonntag als christliche Variante des letzten Pessachtages: So entsprach dem Auszug aus Ägypten die in der Osternacht gefeierte Auferstehung Jesu Christi und mit ihm die Rettung aller Menschen aus dem Tod. Auf diese Weise entwickelte sich der Ostersonntag im Laufe der Zeit zum Ausgangs- bzw. Mittelpunkt des Kirchenjahres und blieb über einen langen Zeitraum hinweg das einzige christliche Jahresfest.

Entwicklung:

Auferstehung Jesu - Osterfestkreis

Dieric the Elder Bouts: Auferstehung (1450-60), Quelle: WGA

In der westlichen Tradition wurde das Osterdatum im Jahre 325 auf den einem 15. Nisan (Pessachbeginn) folgenden Sonntag gelegt. So fügte es sich damit in die Sonntagsreihe ein und bildete einen zum Pessach analogen Festkreis aus. Hierbei wurde die Osterfeier seit dem 2. Jahrhundert mit zwei bis sechs Fastentagen vorbereitet. Erst im 4. Jahrhundert entstand im Westen das »Triduum Sacrum«, welches den Abend des Gründonnerstags, Karfreitag, Karsamstag und den Ostersonntag umfasste. Dieses »Triduum Sacrum« wurde dann analog zum sieben- oder achttägigen Pessach zur »Heiligen Woche« erweitert, welche vom Tag des Einzugs Jesu in Jerusalem (Palmsonntag) an den Verlauf der letzten Lebenstage Jesu bis zu dessen Auferstehung sinngemäß abbildete.

Ebenfalls folgte dem Osterfest seit dem 4. Jahrhundert auch eine Woche, bei welcher die Neugetauften täglich die Eucharistie feierten und in der apostolischen Lehre unterwiesen wurden, und endete mit dem Weißen Sonntag. Dieser »kleinen Oktav« (Festwoche) folgte eine »große Oktav« von sieben Wochen als österliche Freudenzeit, welche auf den Pfingstsonntag zulief und mit diesem insgesammt 50 Tage umfasste (analog zur Frist zwischen Pessach und Schawuot im jüdischen Kalender). Zehn Tage vor dem Pfingstfest etablierte sich entsprechend der 40-Tages-Angabe in Apg 1,3 das Himmelfahrtsfest.

Fastenzeit:

Jene 40-Tage-Frist (Quadragesima) wurde dann auch auf die bis dahin recht kurze Fastenzeit vor Ostern übertragen und somit erweitert. In dieser wurde mit Gebet, Buße und Fasten der Passion Jesu gedacht wurde. Nur die Sonntage der Fastenzeit waren vom Fasten ausgenommen, da ihre Liturgie auf den Ostersonntag bezogen war.

Das Kirchenjahr - Die Feste: Entstehung, Bedeutung, Brauchtum

Buch zum Kirchenjahr

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Gute Anregungen für Ostergeschenke bietet übrigens der folgende Beitrag: Osterpräsente.

 

 

 

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