Rosenkranzmonat Oktober & Rosenkranzfest

Seit alter Tradition wird der Monat Oktober in der katholischen Kirche auch Rosenkranzmonat genannt und es ist üblich in diesen Tagen besonders oft den Rosenkranz zu beten.

Aber woher kommt dieser alte Brauch eigentlich?

Der Ursprung ist im Jahre 1571 zu suchen. Damals standen sich am 7. Oktober in der Meerenge von Lepanto (Griechenland) eine durch Papst Pius V. gegründete Flotte der »Heiligen Liga« (verschiedene europäische Mächte) mit 210 Schiffen einer bis dahin ungeschlagenen und zahlenmäßig überlegenen osmanischen Flotte von 260 Schiffen gegenüber. Es kam zur berühmten Seeschlacht von Lepanto und das Unglaubliche geschah: Die päpstliche Allianz besiegte die osmanische Flotte. Als Dank für diesen Sieg ordnete Papst Pius V. für den ersten Jahrestag ein Rosenkranzfest zur Ehre der Muttergottes an, denn er schrieb diesen Triumph dem Rosenkranzgebet zu, welches die Rosenkranzbruderschaften während der Schlacht unentwegt beteten.
Dieses Fest wurde im 18. Jahrhundert dann auf die gesamte Kirche ausgedehnt und wird von der Kirche seither offiziell als »Gedenktag der allerseligsten Jungfrau Maria vom Rosenkranz« (kurz Rosenkranzfest) begangen. Hier hat auch der Rosenkranzmonat seinen Ursprung. Im Jahre 1884 verfügte Papst Leo XIII., dass den gesamten Oktober hindurch in allen katholischen Pfarrkirchen der Rosenkranz gebetet werden solle. Diese Vorschrift wurde 1958 aufgehoben, aber das 1974 von Papst Paul VI. empfohlene familiäre Rosenkranzgebet wird auch weiterhin dem Oktober zugeordnet.

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Mariä Himmelfahrt – Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August)

Herkunft und Bedeutung:

Das Hochfest Mariä Himmelfahrt (Mariä Aufnahme in den Himmel) wird in der römisch-katholischen Kirche alljährlich am 15. August gefeiert. Seinen Ursprung hat es bei Cyrill von Alexandrien im 5. Jahrhundert, der es eingeführt und auf den 15. August gelegt hat (vermutlich als Pendant zur Feier der Himmelfahrt der heidnischen Gottheit Astraea). Mariä Himmelfahrt ist zugleich das älteste bekannte Marienfest.

Schon seit dem 6. Jahrhundert ist der Glaube an die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel nachgewiesen und wurde 1950 durch Papst Pius XII. für die römisch-katholische Kirche zum Dogma erhoben.

Dabei gibt es im Neuen Testament für die Himmelfahrt Mariens keine Belege. Lediglich in den apokryphen Evangelien findet diese Erwähnung, dafür aber umso ausführlicher. Die Legende besagt, dass die Apostel von ihren jeweiligen Missionsorten durch die Luft an das Sterbebett Marias (entweder Jerusalem oder Ephesus) gebracht worden sind. Dann hätten sie Maria nach deren Tod bestattet und das Grab mit einem großen Stein verschlossen. Allerdings sei zugleich Jesus Christus mit seinen Engeln erschienen und der Stein wurde weggewälzt. Daraufhin habe Christus Maria herausgerufen und mit sich in den Himmel genommen.

Brauchtum:

Einem alten Brauch zufolge werden am 15. August in katholischen Kirchen Kräutersträuße geweiht, bei denen die unterschiedlichsten Heilkräuter zusammengebunden sind. Diese Sträuße bieten eine schöne Geschenkidee für Familie, Freunde und Nachbarn. Zudem lassen Sie sich auch dekorativ in der eigenen Wohnung aufhängen.

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Wanzek, Dorothee: Geschenkideen für alle Anlässe. Ein Ratgeber für Christen; Leipzig 2010, 61.
www.brauchtum.de
www.brauchtumsseiten.de
www.katholisch.de

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Marienmonat Mai

Herkunft und Bedeutung:

Seit dem Mittelalter hat die Kirche versucht, heidnische Maifeste in christliche Feierlichkeiten umzuwandeln. Aus diesem Grund wurde vermutlich der Mai zum Marienmonat umgedeutet: So sollte der schönste Monat des Jahres auch der »schönsten aller Frauen«, nämlich Maria geweiht sein. Aus dem farbenfrohen Aufblühen der Natur in dieser Zeit ergibt sich die Mariensymbolik des Monat Mai. Maria als Gottesmutter wird in der katholischen Spiritualität auch als erste und schönste Blüte der Erlösung, als »Frühling des Heils«, verehrt.

Brauchtum:

Kennzeichnend für diesen Monat sind die traditionellen Maiandachten, welche allerorts gefeiert werden. Erstmals wurde eine solche im Jahre 1784 in der oberitalienischen Stadt Ferrara beim dortigen Kamillianer-Orden nachgewiesen. Von Italien ausgehend, verbreitetete sich diese Form der Marienverehrung im 19. Jahrhundert und setzte sich schließlich weltweit in der katholischen Kirche durch. Im Jahr 1841 fand erstmals im deutschsprachigen Raum eine Maiandacht im Kloster der »Guten Hirtinnen« bei München statt. In nur kurzer Zeit folgten auch die deutschen Diözesen diesem Beispiel der Ordensschwestern.
So ist es Brauch geworden, dass der Marienmonat am ersten Mai allerorts mit feierlichen Maiandachten eröffnet wird. Dabei versteht man unter der Maiandacht einen Wortgottesdienst zu Ehren Marias. Zudem gibt es in vielen Kirchen einen so genannten »Maialtar«, auf dem eine mit Blumen und Kerzen geschmückte Marienstatue steht.
In einigen katholischen Familien und Gegenden ist auch die Tradition einer häuslichen Maiandacht bekannt. Hierzu wird ebenfalls ein kleiner Maialtar aufgebaut, der mit einer Marienfigur oder einem Marienbild im Mittelpunkt geschmückt ist. Um diesem versammelt sich die Familie dann am Abend zum Rosenkranzgebet.

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Das Fest Mariä Lichtmess (Darstellung des Herrn)

Hintergrund & Bedeutung:

Jedes Jahr feiert die katholische Kirche am 2. Februar, also genau 40 Tage nach Weihnachten, das so genannte Fest der »Darstellung des Herrn«. Traditionell beschloss dieses Fest, welches umgangssprachlich »Mariä Lichtmess« (früher auch Mariä Reinigung) heißt, den weihnachtlichen Festkreis. Es war üblich erst an diesem Tag die Krippe und den Weihnachtsbaum aus der Stube zu entfernen. Seit der Liturgiereform in der katholischen Kirche endet die Weihnachtszeit nun mit dem Fest »Erscheinung des Herrn« am 6. Januar.

Zu Mariä Lichtmess wird an das jüdische Reinigungsritual gedacht, dem sich Maria einst unterziehen musste: So galt eine Frau im Alten Testament laut jüdischen Gesetzen vierzig Tage nach der Geburt eines Sohnes als unrein und musste aus diesem Grund im Tempel ein Reinigungsritual mit Opfergaben (wahlweise eine oder zwei Tauben oder in besonders schweren Fällen sogar ein Schaf) über sich ergehen lassen. Deshalb ist Mariä Lichtmess auch unter Mariä Reinigung bekannt. Zudem waren alle erstgeborenen Söhne (also auch Jesus) Gott als sein Eigentum vorbehalten, die erst mit einem Opfer ausgelöst werden mussten. So brachte man Jesus zum Priester in den Tempel und wurde dort vor Gott »dargestellt«.

Entstehung:

Seinen historischen Ursprung hatte Mariä Lichtmess vermutlich in einer heidnischen Sühneprozession (Lupercalia), die alle fünf Jahre in Rom durchgeführt wurde und als christliche Reaktion auf diese heidnische Tradition eingeführt wurde. Außerdem lag auf jenem Tag auch das heidnische Imbolg-Fest, an dem man glaubte, dass die Sonne einen Sprung machen und die Tage von da an wieder länger würden. Aus diesem Grund stand die Kerzenweihe sowie die Lichterprozession im Mittelpunkt von Mariä Lichtmess und das Fest erhielt auf diese Weise seinen Namen (von Lichtmesse). Ende des 4. Jahrhunderts ist das Fest in Jerusalem erstmals bezeugt und ab dem 7. Jahrhundert gehörte in Rom eine Lichterprozession bereits zur Tradition an diesem Tag. Allerdings wurde Mariä Lichtmess anfangs am 14. Februar, entsprechend 40 Tage nach dem früheren Termin des Weihnachtsfestes (6. Januar), wie es heute noch in der orthodoxen Kirche Brauch ist.

Brauchtum:

Zu Mariä Lichtmess wird traditionell der Jahresbedarf an Kerzen für die Kirchen geweiht. Die Gläubigen bringen an diesem Tag auch ihre Kerzen für den häuslichen Gebrauch zur Segnung in den feierlichen Gottesdienst mit. Von den gesegneten Kerzen glaubte man früher (teilweise auch heute noch), dass sie Unheil abwehren. Besonders die schwarzen Wetterkerzen (»Donnerkerzen«) sollten vor Gewitter und Stürmen schützen. Mancherorts findet mit den zuvor gesegneten Kerzen nach alter Tradition eine Lichterprozession statt (in Erinnerung an den Tempelgang Marias). Im Anschluss an die Messfeier wird häufig auch der Blasiussegen gespendet, welcher vor Krankheit schützen soll. Der Gedenktag des heiligen Blasius wird eigentlich erst einen Tag später (3. Februar) begangen.

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Quellen:

www.brauchtum.de
www.heiligenlexikon.de
www.brauchtumsseiten.de
www.katholisch.de

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