Was sind eigentlich Ministranten & Messdiener?

Ursprung und Bedeutung:

Ministranten & Messdiener - Lexikon

Kleines Lexikon für Ministranten

Unter dem Ministranten (vom Lateinischen: ministrare – dienen) oder Messdiener wird in der katholischen Kirche eine liturgische Funktion verstanden, welche häufig von Kindern und Jugendlichen ausgeführt wird. Diese übernehmen als Assistenten des Priesters bzw. des Diakons verschiedene Dienste im Gottesdienst. Dazu tragen sie ein liturgisches Gewand (Talar und Rochett). Die Namen ihrer Funktionen leiten sich teilweise aus den niederen Weihestufen des Priesteramtes ab, wie es diese bis zur Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils gab.

Aufgaben von Ministranten & Messdiener:

Ihre Aufgaben, aus denen später die Funktion hervorging, wurden in der frühen römischen Kirche von so genannten Akolythen, also »Altardienern« übernommen, welche die Gaben zum Altar brachten und dem Priester oder Bischof während der Eucharistiefeier halfen. Mit dem Aufkommen von Privatmessen in fränkischer Zeit übernahmen Ministranten die Antworten der Gemeinde auf die Akklamationen des Priesters und ab dem 8. Jahrhundert war der Messdienst in der Heiligen Messe bereits unverzichtbar, da es für Priester üblich wurde, täglich die Heilige Messe zu lesen.

Übrigens finden Sie im Vivat!-Onlineshop ein großes Angebot geeigneter Geschenke für Ministranten & Messdiener wie Geschenkbücher, Quizbücher, Kreuze, Lexika, Anhänger, Schlüsselanhänger, Gebetbücher, Kalender, Rätselbücher, Anleitungen, Witzbücher und vieles mehr.

Wissenswertes und Unterhaltsames rund ums Ministrieren gibt es auch unter www.ministrantenportal.de.

 

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Das schönste Kirchenbild hat gewonnen …

Aktion Schönstes KirchenbildWir haben die schönsten selbst aufgenommenen Kirchenbilder gesammelt und Sie haben über die drei schönsten Fotos abgestimmt. Dazu gab es 3 Gutscheine im Wert von je 50,- Euro zu gewinnen! Die drei Bilder werden auch für jeweils eine Woche bei Facebook und Google+ als Titelbild unserer dortigen Seiten eingebunden.

Die Aktion ist nun beendet und die Gewinner sind:

  1. Bernhard K. mit dem Foto zur Kirche „Kapelle im Kaisertal“
  2. b.kneidl_DSCN1802

  3. Beate H. mit dem Foto zur Kirche „St. Matthias Hohenbudberg
  4. bh-kruerd_St. Matthias

  5. Simon S. mit dem Foto zur Pfarrkirche „Hl. Johannes von Nepomuk“ in Auffach (Wildschönau/Tirol)
  6. simon.spoeck_Regenbogen

Herzlichen Glückwunsch!

Wir danken allen Teilnehmern für Ihre schönen Fotos!

Ihr Vivat!-Team

Hier sind die 30 schönsten Kirchenbilder, die an der Abstimmung teilgenommen haben:

 

 

Hildegard von Bingen – Engel

9,95 €, früher 14,95 € * | * Frühere Preisbindung aufgehoben

Das Firmbuch

5,00 €, früher 7,50 € * | * Frühere Preisbindung aufgehoben ab: 3,75 €

Die Heiligenkreuz - Bibel

5,00 €, früher 19,90 € * | * Frühere Preisbindung aufgehoben

Jesus

6,50 €
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Der alte Brauch des Weihwasserbeckens

Bedeutung – Weihwasserbecken:

Weihwasserbecken »Betende Hände«

Weihbecken für zu Hause

Ein sehr alter Brauch in der katholischen Kirche ist die Selbstbekreuzigung mit Weihwasser aus einem kleinen Becken im Eingangsbereich von Kirchen, Kapellen, Türen von Klosterzellen oder im Eingang des eigenen Hauses. Dem Bekreuzigen mit Weihwasser wird in der kirchlichen Tradition eine segnende und schützende Wirkung nachgesagt.

Herkunft und Entwicklung:

Der Ursprung von mit Wasser gefüllten Becken ist aber schon auf das antike Griechenland zurückzuführen und somit keine rein christliche Erfindung. Dort war ein solches Becken mit dem Zweck der symbolischen Reinigung vor dem Betreten eines Heiligtums oder Tempels angebracht. In der katholischen Tradition lassen sich die ersten Weihwasserbecken bereits in Kirchen aus der Zeit der Romanik nachweisen. Solche können dabei aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen und die unterschiedlichsten Formen haben. So stehen einfache und zweckmäßige Behältnisse neben hochstilisierten und figurenreichen Kunstwerken (besonders des Barock).

Wenn Sie auch wieder den alten katholischen Brauch der Weihwasserbecken und -krügen in den Stuben neu beleben möchten oder eine schöne Geschenkidee benötigen, so empfehlen wir Ihnen hierzu das reichhaltige Angebot im Vivat!-Shop.

 

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Die Ikonenmalerei – Form und Merkmale …

Hintergrund zur Ikonenmalerei:

Häufig werden Ikonen als Christusikonen (bspw. Christus Pantokrator), Marienikonen (oft als Theotokos-Darstellungen) und Apostel- bzw. Heiligenikonen dargestellt. In der Orthodoxie werden auch viele Persönlichkeiten des Alten Testaments als Heilige verehrt und werden aus diesem Grund ebenfalls auf Ikonen dargestellt. Zudem finden bestimmte Szenen aus der Bibel (bspw. die Auferstehung Jesu), dem Leben der Heiligen oder typologische Gruppierungen ihre Wiedergabe als Hetoimasia, Deesis, Verklärungs- oder Dreifaltigkeitsikone.

Darstellungsmerkmale in der Ikonenmalerei:

Panagia - Ikone - Ikonenmalerei

Die Panagia (Allerheilige) als griechische Ikone, Quelle: www.goarch.org

  • In der mittelalterlichen byzantinischen Ikonografie sind Motive und Typen fest vorgegeben (Bilderkanon). Es werden in der Regel existierende Ikonen als Malvorlage verwendet.
  • Neue Ikonen werden immer gemäß der Ikonografie bestehender Ikonen bzw. nach den Vorgaben des Kanon (Gestik, Mimik, Farbgebung usw.) angefertigt.
  • Figuren auf Einzelikonen sind häufig frontal und axial dargestellt, um eine unmittelbare Beziehung zwischen Bild und Betrachter herzustellen.
  • Die Personendarstellung ist bei alten Malstilen stringent zweidimensional gehalten, womit der Abbildcharakter einer Ikone betont werden soll. Seit dem Barock gibt es allerdings auch als kirchenrechtlich rechtmäßig zu verehrende Ikonen in naturalistischer Manier.
  • Der Hintergrund ist auf mittelalterlichen Ikonen in der Regel goldfarben (nur selten in Silber). Dieser goldfarbene Hintergrund soll den Himmel bzw. das »göttliche Licht« symbolisieren. Serbische Ikonen zeigen oft einen blauen Hintergrund, griechische verschiedene Farbgründe.
  • Die Farben, die relative Größe der Figuren, ihre Positionen sowie die Perspektive des Hintergrunds sind im Mittelalter nicht realistisch dargestellt, sondern haben symbolische Bedeutung.
  • Die dargestellten Personen auf einer Ikone werden durch Beischriften (Kürzel) in der jeweiligen Sprache (bspw. griechisch, russisch, altslawisch) betitelt, um auf diese Weise sicherzustellen, dass der Bezug auf eine reale Person erhalten bleibt und sich die Verehrung der Ikone nicht verselbstständigt. Erst aufgrund der Beschriftung wird eine christliche Ikone zur richtigen Ikone.
  • Die Ikonenmalerei wird als ein religiöses Handwerk gedeutet, weshalb auch das Wort »hagiographia«, also Heiligenschreiberei, der Herstellung einer Ikone näher kommt. Beim Ikonenschreiben wird der Schreibende als »Werkzeug Gottes« betrachtet. Ikonen werden meistens von Mönchen, anonymen Künstlern oder in Manufakturen oder Malschulen von mehreren Künstlern gemalt. Der Tradition nach werden sie nicht signiert.

Ein große Auswahl an Ikonen finden Sie im Vivat!-Shop.

 

 

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