Mit dem Gründonnerstag beginnt das so genannte »Triduum Sacrum« (oder »Triduum Paschale«), also die Zeit der heiligen drei Tage, wozu der Gründonnerstagabend, Karfreitag, Karsamstag und der Ostersonntag gehören. Nach antiker Tradition beginnt der neue Tag bereits am Vorabend. Aus diesem Grund wird der Gründonnerstagabend zum »Triduum Sacrum« gerechnet.
Bedeutung & Brauchtum:
Am Gründonnerstag wird dem Leiden Jesu in besonderer Weise gedacht, das in engem Zusammenhang mit der Fußwaschung Jesu an seinen Jüngern, der Einsetzung der Eucharistie, des Gebetes Jesu am Ölberg und schließlich der Auslieferung Jesu an die Juden steht. Zudem werden am Morgen des Gründonnerstag in der so genannten »Chrisammesse« die heiligen Öle durch den jeweiligen Ortsbischof geweiht, die im Laufe des Jahres bei den Sakramenten Krankensalbung, Taufe, Firmung oder Priester- bzw. Bischofsweihe zum Einsatz kommen.
Herkunft:
Der Name »Gründonnerstag« kann von »gronan« (weinen, greinen) abgeleitet werden. Vermutlich meinte man damit die Tränen der Büßer, welche in der alten Kirche an diesem Tage nach abgeschlossener Buße wieder in die volle Gemeinschaft der Kirche integriert wurden. Ebenfalls lassen sich mit dem Namen auch Bezüge zum Erwachen der Natur herstellen. Die Farbe Grün steht traditionell zudem für die Hoffnung, was sicherlich auch als Grund für die Namensentstehung angeführt werden kann. Schließlich gibt es heutzutage bei vielen christlichen Familien den Brauch am Gründonnerstag grünes Gemüse wie Spinat, Bohnen usw. zu essen.
Quellen:
Abeln, Reinhard: Das große Hausbuch für die Fasten- und Osterzeit; Leipzig 2011, 50.
www.brauchtum.de
www.kirchenweb.at