Schöne Bräuche zur Hochzeit

Ihnen fehlt noch eine Idee für Ihre Heirat oder der von Freunden und Familienmitgliedern? In diesem Beitrag möchten wir Ihnen das bekannteste Brauchtum vorstellen:

Bräuche zur Hochzeit / Trauung:

  • Junggesellenabschied: In den vergangenen Jahren ist dieser Brauch deutschlandweit sehr beliebt geworden. Dabei ziehen die männlichen Freunde des Bräutigams (manchmal auch die weiblichen Freudinnen mit der Braut) einige Tage vor der geplanten Hochzeit mit diesem los. Dabei geht es zumeist auf Tour durch Kneipen, Tanzlokale, zum Bowling usw. Aber es gibt auch ruhige Runden, die gemeinsam zum  ins Kino, Theater oder eine andere kulturelle Veranstaltung gehen.
  • Polterabend - Bräuche zur Hochzeit

    Polterabend, Quelle: Wikimedia

  • Polterabend: Ein ebenfalls klassischer Brauch ist der Polterabend. Dieser findet in der Regel vor dem Haus der Braut bzw. ihrer Eltern statt. Das Brautpaar gibt lediglich den Termin bekannt, lädt aber niemanden im Einzelnen ein. Der Höhepunkt dieses Brauches ist das Zerschlagen durch Hinwerfen von mitgebrachtem Porzellan, aber auch Steingut, Blumentöpfe oder Keramikartikel, wie Fliesen, Waschbecken und Toilettenschüsseln, finden hierbei Verwendung. Anschließend muss das Brautpaar gemeinsam den Scherbenhaufen entsorgen.
  • Brautschuhpfennige: Ein alter Hochzeitsbrauch für Frauen ist das Sammeln von so genannten Brautpfennigen. Mit diesen soll die Braut dann ihre Brautschuhe bezahlen. Auf diese Weise soll die Sparsamkeit der Braut erprobt werden. Dazu kommt dann zur Hochzeitsfeier die Tradition der Brautschuhversteigerung. Hierbei wird Braut ihr Schuh entwendet und dann unter den Hochzeitsgästen symbolisch versteigert. Die Gäste legen ihre Gebote in den Brautschuh und zum Schluss ersteigert der Bräutigam den Schuh samt den bis dahin eingeworfenen Beträgen. Das Geld verbleibt beim Brautpaar und der Bräutigam gibt den Schuh an seine Braut zurück.
  • Letsch: Es war früher üblich, dass der Pfarrer an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen die drei vorgeschriebenen Aufrufe zur Eheverkündigung in der Messe von der Kanzel aus verlas. Im Anschluss an die erste Verlesung des Aufrufs, welche als »Letsch« bezeichnet wurde, kamen die Freunde und Bekannten der Brautleute im Elternhaus der Braut zu einem Umtrunk zusammen. Somit findet eine echte »Letsch« zumeist an einem Sonntag statt, ca. drei Wochen vor der Trauung. Ein solcher Umtrunk beginnt gegen Mittag und dauert oft bis tief in die Nacht.
  • Hose verbrennen: Es gibt im Münsterland die Tradition am Junggesellenabschied die Hose des zukünftigen Bräutigams zu verbrennen, um damit zu symbolisieren, dass der Junggeselle die Hosen nun nicht mehr an hat. Die Hose wird in einem vom Junggesellen selbst gegrabenen Loch verbrannt. Dazu trinken die Begleiter traditionell ein Pinnchen Korn, um das Ritual gebührend zu begießen. Anschließend wird die Flasche zusammen mit der Hose vergraben und nach einem Jahr mit allen Teilnehmern wieder ausgegraben. Um das Glück des Brautpaares zu erhalten, muss die ausgegrabene Flasche Korn leer getrunken werden.
  • Brautkleid: Bei keiner Hochzeit darf dieser Brauch fehlen! Das Hochzeitskleid der Braut bekommt der Bräutigam erst mit Beginn des Gottesdienstes zu sehen. In der Regel wird das Kleid von der Braut zusammen mit Mutter, Schwester oder einer guten Freundin herausgesucht / gekauft.
  • Streuen von Blumen / Reis: Zum feierlichen Auszug aus der Kirche werden meistens Blumen gestreut. Die vor dem Hochzeitspaar gehenden Blumenkinder werfen Blumenblätter als Zeichen der Fruchtbarkeit. Das Werfen von Reis hat die gleiche Bedeutung.
  • Bilden eines Spaliers: Zum Brauchtum an Hochzeiten gehört auch das Bilden eines Spaliers vor dem Kirchportal, wobei jede Person auch eine Rose oder Sonnenblume in der Hand halten kann.
  • Herz aus Stoff: Hierbei muss das Brautpaar muss ein Herz aus Stoff durchschreiten. Zumeist trägt der Bräutigam seine Braut über die symbolische Schwelle. Das Herz kann entweder ausgeschnitten oder nur angedeutet sein, damit das Brautpaar es selbst ausschneiden kann.
  • Holzsägen: Nach dem Verlassen der Kirche wird dem Brautpaar ein Holzstamm in den Weg gelegt, welches es gemeinsam durchsägen muss. Dieses Ritual gilt als eine erste Eheprobe, die es gemeinsam zu meistern gilt.
  • Luftballons oder Tauben: Eine mittlerweile weiverbreitete Tradition ist das Steigenlassen von mit Gas begefüllten Luftballons, an denen mit einer Schnur Kärtchen befestigt wurden. Auf den Kärtchen stehen Wünsche der Gäste an das Brautpaar. Ebenfalls verbreitet ist das Fliegenlassen von Brieftauben im Anschluss an die Trauung.
  • Autokorso: Wer kennt es nicht das Hupen einer Autokolone? So kann bei der Autofahrt zum Hochzeitslokal die Aufmerksamkeit der Passanten mit etwas Krach (Hupen und angebrachte Blechdosen) auf die frisch Verheirateten gelenkt werden. Natürlich dürfen auch Blumenschmuck und weiße Schleifen am Auto nicht fehlen.
  • Hochzeitskutsche: Wer es sich leisten kann, sollte eine Hochzeitskutsche mieten. Auf diese Weise wird die Hochzeit noch unvergeßlicher.
  • Hahn holen: Ein vor allem im Münsterland bzw. Emsland weit verbreiteter Brauch ist das »Hahn holen«. Hierzu treffen sich am Tag nach der Hochzeit die Gäste sowie die Helfer der Hochzeit bei den Eltern der Braut zum so genannten »Hahn holen«.Ursprünglich gab es an diesem Tag die Reste vom Vorabend zu essen, was mittlerweile häufig durch Suppen, Imbisswagen usw. ersetzt wird. Wenn die Hochzeitsgäste es geschafft haben, auf der Hochzeit den Brautbesen zu stehlen, so kann dieser am Tag des »Hahn holens« wieder eingelöst werden. Die Nachbarn müssen übrigens dafür zahlen, weil sie nicht gut auf den Besen aufgepasst haben.
  • Wecken: In manchen Regionen ist es auch Tradition, dass der Bräutigam von seinen Geschwistern, Freunden, Kollegen, Vereinskameraden etc. aufgeweckt wird. Das geschieht dann meist mit Geschossen oder Musik. Im Anschluss an das Wecken werden die Beteiligten zum gemeinsamen Frühstück eingeladen.
  • Brautbaum / Hochzeitsbaum pflanzen: Dieser Brauch ist vermutlich nach dem dreissigjährigen Krieg entstanden, als die Gemeinden dazu aufforderten, Bäume zu pflanzen um die zerstörten Gebiete wieder aufzuforsten. Allerdings gibt es auch auch Quellen, die auf einen viel älteren Ursprung zurückgehen. Im Laufe der Zeit wurde es dann mehr üblich, den Baum im eigenen bzw. elterlichen Garten zu pflanzen. Der Hochzeitsbaum soll dabei Fruchtbarkeit symbolisieren.
  • Hochzeitstanz: Auf keiner vernünftigen Hochzeit darf der berühmte Hochzeitstanz fehlen. Dieser wird in der Regel vom Brautpaar mit einem Wiener Walzer eröffnet.
  • Schleiertanz: In einigen Gegenden gibt es noch den alten germanischen Brauch vom Schleiertanz, der grundsätzlich um Mitternacht stattfindet. Dazu wird der Schleier der Braut beim Tanz geraubt und in viele Stücke gerissen, welche anschließend an die Brautjungfern und weiblichen Hochzeitsgäste verteilt werden, die ebenfalls vom Segen des Brautpaares profitieren sollen. Es gibt auch noch eine andere Variante des Schleiertanzes: Dabei wird der Schleier über dem Brautpaar gespannt und das Brautpaar tanzt. Wer nun mit einem der Beiden tanzen möchte muss Geld in den Schleier werfen, und kann somit den Tanzpartner sofort abklatschen.
  • Brautstrauß

    Brautstrauß, Quelle: www.oldskoolman.de

  • Brautstrauß werfen: Mit der bekannteste Hochzeitsbrauch ist natürlich das Werfen des Brautstraußes. Diese Tradition besagt, dass entweder nach der Kirche oder aber zum Ende der Hochzeitsfeier die Braut mit verbundenen Augen den Brautstrauß in die Menge der Hochzeitsgäste wirft. Diesen müssen dann unverheiratete weibliche Personen fangen und es heißt, dass diejenige Person, welche den Brautstrauß auffängt, als nächstes heiraten wird.
  • Hochzeitsbild malen: Zu Beginn der Feier wird eine weiße Leinwand aufgestellt und verschiedene Farben und Pinsel angeboten. Jeder Gast hat nun die Möglichkeit einen Ausschnitt dieses Bildes mitzugestalten. Am Ende der Hochzeit wird das Bild dem Brautpaar überreicht.
  • Brautentführung: Ein beliebter Brauch, der immer für viel Heiterkeit sorgt ist die Entführung der Braut in einem unachtsamen Moment. Dabei ist es Aufgabe des Bräutigams die umliegenden Gaststätten zu besuchen, um die Braut wieder zu finden. Die Entführer wechseln gerne ein bis zweimal ihren Standort und der Bräutigam muss in der Regel alle offenen Rechnungen in den entsprechenden Lokalen begleichen.
  • Hochzeitstorte: Mittelpunkt eines jeden Kuchenbuffets zur Hochzeit ist die Hochzeitstorte, welche gemeinsam vom Brautpaar angeschnitten wird. Dabei gilt, dass derjenige das Sagen in der Ehe hat, der seine Hand über der des anderen am Messer hält.
  • Feuerwerk: Als besondere Idee für die Hochzeit bietet sich auch ein kleines Bodenfeuerwerk zu nächtlicher Stunde an.

Eine Vielzahl an weiteren Informationen über die Bräuche zur Hochzeit finden Sie auch im großen Ratgeber zur Hochzeit.

Eine Vielzahl an Geschenkideen zur Trauung können Sie im Vivat!-Onlineshop erwerben. Weiteren Anregungen zum Schenken bietet folgender Beitrag: Kleine Hochzeitsgeschenke

Quelle:

Was Sie über das Erntedankfest wissen müssen…

Herkunft und Bedeutung:

Erntedankfest

Früchte, Quelle: www.oldskoolman.de

Als eigenes Fest wurde Erntedank erst im 20. Jahrhundert in die liturgischen Kalender aufgenommen. Jedes Jahr wird am Sonntag nach dem Gedenktag des heiligen Erzengels Michael (29. September) das Erntedankfest gefeiert. An diesem Tag wird nach alter bäuerlicher Tradition für die von Gott gegebene und von den Menschen eingebrachte Ernte gedankt. Die Herkunft des Festes liegt vermutlich in den Pfingst-, Herbst- und Winter-Quatember, welche einerseits Buß- und andererseits Dankfeiern für die Getreide-, Trauben- bzw. Ölernte waren. Deren Lesungen weisen zudem Bezüge zum jüdischen Erntedankfest auf. Der Brauch des Dankens für die Ernte wurde auch schon in alttestamentlicher Zeit mit dem so genannten Fest Schawuot begangen. Dieses Fest hatte eine Prozession zum Tempel und das Darbringen von Opfergaben zum Inhalt. Am Erntedankfest soll heute besonders der Verantwortung gegenüber der Schöpfung sowie an die Notwendigkeit zu weltweiter Gerechtigkeit gedacht werden.

Brauchtum zum Erntedankfest:

In vielen Gemeinden ist es zum Erntedankfest üblich, den Altar mit den Produkten aus Feldern und Gärten (heute oft auch mit Lebensmittelprodukten oder anderen Erzeugnissen) reich zu schmücken. Die schmückenden Gaben werden im Anschluss an den Gottesdienst oft gemeinsam verzehrt bzw. an Bedürftige weitergegeben.
An diesem Tag ist es vielerorts Brauch, Festessen und Tänze zu veranstalten. Meistens sind diese Erntefeste durch die Gutsherren entstanden, welche alle Mägde und Knechte mit Erntebier und festlichem Essen bewirteten. Dazu war eine Übergabe der Erntekrone oder des Erntekranzes vorangegangen. In diesen Erntekranz war der so genannte Antlasskranz eingebunden, ein Kranz bestehend aus Kräutern, Blumen sowie dem Antlass-Ei. Dieser wurde an Gründonnerstag, dem Antlasstag (von antlâz: Ablass), gebunden. Die Kräuter und Eier dieses Tages galten als besonders heilkräftig.

Geschenktipps:

Als Geschenkideen für Ihre Freunde, Bekannten usw. eignen sich zu diesem Anlass beispielsweise Früchte aus Ihrem Garten, ein Saatgutpaket für alle Gartenfreunde oder einen Strauß frisch gepflückter Blumen.

Thanksgiving:

Das berühmte amerikanische Erntedankfest namens »Thanksgiving« (»Dank geben«) hingegen wird erst Ende November begangen und hat wie das Martinsfest Geflügel im Zentrum des Festmahles. Nicht die Gans, sondern stattdessen der amerikanische Truthahn hebt dieses Mahl besonders heraus. Seine Wurzeln hat das amerikanische Erntedankfest vermutlich bei den Einwanderern und findet seine erste Erwähnung bereits im Jahr 1621.

Eine  Vielzahl an Dekorationsideen und Spezialitäten zum Erntedankfest finden Sie im Vivat!-Shop.

Quellen:

Dekorationsideen für Pfingsten

Sie möchten Ihre Stube pfingstlich dekorieren? Hier ein paar kleine Anregungen zu Dekorationsideen für Pfingsten:

  • Verleihen Sie doch mit einem Strauß Pfingstrosen Ihrer Wohnung einen ganz besonderen Glanz. Dazu können Sie auch eine dekorative Vase verwenden, die das Aussehen der Pfingstrosen abrundet. Schöne Vasen zur Dekoration finden Sie übrigens im Vivat!-Shop.

    Pfingstrose - Dekorationsideen für Pfingsten

    Pfingstrose, Quelle: Wikimedia

  • Für Handwerksbegabte bietet es sich an mit Papier, Schere, bunten Stiften und Kleber der Kreativität freien Lauf zu lassen und eine pfingstliche Taube zu basteln. Sie können beispielsweise Fensterschmuck, ein Mobile oder Tischdekoration mit dem Motiv der Taube erstellen.
  • Ebenfalls wie schon zum Osterfest können Sie auch bemalte Eier oder bunte Bänder an die Sträucher Ihres Gartens binden oder in Ihrer Wohnstube anbringen, denn Pfingsten stellt ja schließlich den offiziellen Abschluss des Osterfestes dar.

Gute Anregungen für Präsente zum Pfingstfest bietet übrigens der folgende Beitrag: Geschenke für Pfingsten.

Quelle:

Dekoration zur Kommunion

Wie auf jeder Feier, bedarf es auch bei der Erstkommunion einer stilvollen Dekoration. In manchen Regionen ist es üblich, dass man vor dem Haus bzw. im Garten Fahnen aufstellt. Aber wichtiger ist natürlich die Dekoration der Festtafel.

Einige Ideen für die Dekoration zur Kommunion:

  • Blumen (es empfehlen sich Tulpen, Narzissen oder Rosen): in zwei bis drei Sträußen auf dem Tisch verteilt oder als jeweiliges Einzelexemplar in kleinen dünnen Vasen

    Bunter Blumenstrauß - Dekoration zur Kommunion

    Bunter Blumenstrauß, Quelle: www.oldskoolman.de

  • eine weiße Tischdecke (kann auch eine andere Farbe sein)weiße Servietten (kann auch eine andere Farbe sein)
  • Kerzenleuchter
  • eine Torte (mit thematischem Motiv)
  • Dekokärtchen mit ausgewählten Bibelzitaten
  • außerdem können auf der Tafel Blütenblätter, Efeuranken, weiße französische Mandeln, farbige Glassteine oder andere Deko je nach Geschmack verteilt werden
  • Girlanden aus Margeriten, Gänseblümchen oder ähnlichem auf der Tafel drapieren
  • evtl. Namenskärtchen
  • passende Deko-Ideen für die Kommuniontafel finden Sie auch im Tischdeko-Shop.
Vivat! - Familienfeste

Buch mit Dekorationsideen

Weitere Dekorations-Tipps erfahren Sie in folgendem Buch:

Familienfeste durchs Jahr – Kreative Ideen für jedes Familienfest

Gute Anregungen für Kommuniongeschenke bietet übrigens der folgende Beitrag: Präsente zur Erstkommunion. Dieses Buch und weitere Ideen für Dekoration zur Kommunion finden Sie im Vivat-Shop.