Die Spiritualität des Kreuzes

Was bedeutet das Kreuz für uns?

Im Zeichen des Kreuzes kommt vor allem die Sühne zum Ausdruck, welche Jesus Christus durch sein Sterben an eben diesem Kreuz für unser Heil sowie für das Heil der ganzen Welt erwirkt hat (siehe 1 Joh 2,2 sowie Röm 6,9). Jene Erlösungstat Christi (»Passio Domini«) gilt es sich immer wieder aufs Neue in Erinnerung zu rufen und wir sind zudem aufgefordert sie selbst mitzuwirken (vgl. Kol 1,24). Aus diesem Geheimnis sollen wir täglich die Kraft und Bereitschaft zur Teilnahme an der Sendung der Kirche schöpfen, indem wir »dem Heil und der Erneuerung aller Kreatur zu dienen, damit alles in Christus zusammengefasst werde« (Zweites Vatikanische Konzil, Missionsdekret).

Buchtipp:

Vivat! - Das Kreuz - Zeichen ChristiAn dieser Stelle sei Ihnen das Buch von Ludwig Gschwind »Das Kreuz – Zeichen Christi« empfohlen.
Hier geht der Erfolgsautor Ludwig Gschwind in kurzen Episoden auf die Faszination des Kreuzes im Leben der Heiligen, in Geschichte, Politik und Alltag nach.

 

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Quellen:

www.gezeitenkreuze.de

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Der Jakobsweg – Geschichte und Brauchtum

Bedeutung:

Spätestens seit Hape Kerkelings Buch »Ich bin dann mal weg: Meine Reise auf dem Jakobsweg« kennen die meisten Deutschen den Jakobsweg. Aber seit wann gibt es diesen Weg überhaupt? Die erste namentliche Erwähnung des Jakobsweges findet sich bereits im Jahr 1047, wo in einer Urkunde des Hospitals von Arconada (Provinz Palencia), die nordspanische Hauptverkehrsachse als »Weg, der seit alten Zeiten von Pilgern des hl. Jakobus und Peter und Paul begangen« werde, bezeichnet wird. Hierin wird die Verbindung zum dem Grab des heiligen Jakobus in Galicien hergestellt. So entwickelte sich im Mittelalter die Grabstätte in Santiago de Compostela neben Rom und Jerusalem zum dritten Hauptziel der christlichen Pilgerfahrt.

Entwicklung:

Der Ursrpung der Verehrung des Apostels Jakobus (der Ältere) in Spanien ist seit dem frühen 7. Jahrhundert bezeugt Überlieferung, wonach dieser auf der Iberischen Halbinsel missioniert habe. Der Legende nach wurde im Zeitraum von 818 bis 834 unter der Regentschaft von König Alfonso II. im äußersten Nordwesten Spaniens das Apostelgrab durch eine Vision entdeckt. Von den Königen von Asturien und später von León wurde Jakobus zum dann zum Schutzheiligen ernannt. Seit dem Jahr 930, als Nordspanien geschlossen dem christlichen Herrschaftsgebiet eingegliedert wurde, sind erste vereinzelte Pilger aus Aquitanien und dem Bodenseegebiet nachgewiesen. Im 11. und 12. Jahrhundert entwickelte sich unter dem Einfluss der Reconquista, dem Einfluss der Abtei Cluny sowie der Herausbildung einer nordspanischen Städtelandschaft längs des Camino de Santiago diese große Pilgertradition. Aufgrund der Einführung besonderer Gnadenjahre, in denen ein vollkommener Ablass gewährt wurde, erlebte der Pilgerort im 15. Jahrhundert erlebte der Pilgerort einen weiteren Aufschwung, wobei sein Einzugsbereich mittlerweile bis Skandinavien und Ostmitteleuropa reichte.
In der frühen Neuzeit erlebte die Pilgerfahrt durch den Verfall der Pilgeridee, die Reformation sowie die nationalen Kriege zwischen Frankreich und Spanien einen staren Niedergang. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts war dann wieder ein erneuter Aufschwung erkennbar, der dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts aufgrund der napoleonischen Kriege sowie der damit verbundenen Säkularisierungswelle fast zum Erliegen kam. Allerdings kam der Pilgerverkehr auf dem Jakobsweg nie ganz zum Erliegen. Die Wiederentdeckung der 1589 verlorengegangen Gebeine des heiligen Jakobus im Jahre 1879 brachte einen neuen Aufschwung, nachdem Papst Leo XIII. 1884 zusätzlich die Echtheit der wieder aufgefundenen Reliquien anerkannte.
Eine neue Welle des Aufschwungs der Pilgerfahrt ist seit den 70iger Jahren des 20. Jahrhunderts zu verzeichnen. So besuchte im Jahr 1982 sogar Papst Johannes Paul II. Santiago de Compostela und rief im Rahmen einer großen »Europa-Feier« dazu auf, die alten Wurzeln Europas wieder zu beleben. Im Jahr 1987 erklärte sogar der Europarat den Weg zum ersten europäischen Kulturweg. Mittlerweile pilgern ca. 100.000 Menschen pro Jahr den Jakobsweg.

Brauchtum:

Zur Tradition und Brauchtum des Jakobsweges gehören unter anderem:

  • Als Pilgerbeleg dient ein so genannter Pilgerausweis, der mit Stempeln von einzelnen Stationen gefüllt ist und für den die in Santiago de Compostela die angekommenden Pilger eine Urkunde erhalten. Außerdem berechtigt der Pilgerausweis zur Nutzung der preisgünstigen Pilgerherbergen und zum Tragen der entsprechenden Abzeichen.
  • Im Laufe der Zeit gründeten sich Bruderschaften, die sich um das seelische und leibliche Wohl der Pilger kümmerten und noch kümmern. Deren Angehörigen gründeten wiederum Hospitäler und tätigten Stiftungen zur Versorgung von Pilgern. Dabei galt als Pilger, wer durch bestimmte äußere Kennzeichen (Wanderstab, Hut und relativ reglementierte Bekleidung) sowie durch sein frommes Verhalten als solcher erkennbar war. Im Zuge der Wiederbelebung des Jakobsweges im ausgehenden 20. Jahrhundert wurden zahlreiche Jakobusgesellschaften und Jakobusbruderschaften neu oder wieder begründet.
  • Das Pilgerabzeichen für den Jakobsweg ist die Jakobsmuschel, welche ursprünglich auch als Nachweis diente, dass der Pilger die Reise tatsächlich gemacht hatte. Dies wurde seit dem 13. Jahrhundert außerdem durch ein Beglaubigungsschreiben beurkundet, die heutige La Compostela. Zudem hatte die Jakobsmuschel auch den praktischen Wert ein Hilfsmittel bei Wasserschöpfen zu sein.

Eine Vielzahl an Accessoires, Büchern & Geschenkideen rund um das Thema Wallfahrt / Pilgern wie bspw. einen Schlüsselanhänger mit dem Motiv der Jakobsmuschel finden Sie im Vivat!-Onlineshop.

 

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Die alte Tradition vom »Herrgottswinkel«

Bedeutung:

Als Herrgottswinkel wird eine christliche Zimmerecke in der bäuerlichen Wohnstube bezeichnet, die zumeist gegenüber dem Ofen liegt. Diese besteht aus einem Kruzifix, Heiligenbildern und wird häufig durch Ikonen, Bibel, Gesang- & Gebetbuch, Kalenderblätter oder Blumen zum Hausaltar gestaltet. Der Herrgottswinkel lässt sich in katholischen Haushalten in ganz Europa finden. Das Wort »Herrgottswinkel« wurde erstmals von dem österreichischen Schriftsteller Peter Rosegger (1843-1918) geprägt und verweist auf den biblischen Redewendungen »Ich bin der Herr, dein Gott« (Ex 20,2.5) und »Mein Herr und mein Gott« (Joh. 20,28) zurück.

Gestaltung:

Oftmals hängt bzw. steht im Herrgottswinkel ein kostbares, altes Kreuz, welches seit langer Zeit in Familienbesitz und häufig mit Efeu umrankt ist. An jenem Kreuz wird dann alljährlich zum Palmsonntag der neugeweihte Palmzweig angebracht bzw. zum Fest Mariä Himmelfahrt ein Kräuterbüschel angesteckt. Manchmal hängt am Kreuz zusätzlich auch noch ein Rosenkranz. Hinter dem Kreuz sind oft kostbare Hinterglasbilder, Ikonen und ähnliche Dinge angebracht. In einigen Gegenden werden über dem Esstisch auch Darstellungen des Heiligen Geistes in Form einer Taube, die sich in einer Glaskugel befindet, aufgehängt. Aufgrund des aufsteigenden Dampfes darunter befindlicher Speisen, laufen diese Glaskugeln dann an und das kondensierte Wasser tropft wieder in den Teller. Diese Eigenschaft verschaffte der Glaskugel die umgangssprachliche Bezeichnung »Suppenbrunzer«.

Ablauf:

Vor dem Herrgottswinkel betet man traditionell in den die Familie betreffenden Anliegen, wie bspw. vor der Geburt eines Kindes, vor schweren Prüfungen, zu Schicksalsschlägen, für Kranke und Sterbende, für den Segen für Haus und Hof.

Kreuz aus SüdtirolWenn Sie in Ihrer Stube selbst die Tradition des Herrgottswinkels wieder aufleben lassen möchten, so finden Sie hierfür Devotionalien wie Kreuze, Statuen, Ikonen, Rosenkränze und vieles mehr im Vivat!-Shop.

 

Schnitzfigur »Papst Benedikt XVI.«

Regulärer Preis: 39,95 €

Sonderpreis: 9,99 €

Auferstehung

289,00 €

Quellen:

Läpple, Alfred: Kleines Lexikon des christlichen Brauchtums; Augsburg 1996, 95f.
www.brauchtumsseiten.de

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Engel – Gottes helfende Boten…

Bedeutung:

Was sind eigentlich Engel? Wie beschreibt sie die Tradition der Kirche? Laut dem katholischen Katechismus sind sie »rein geistige, körperlose, unsichtbare und unsterbliche Wesen«. Zudem gelten sie als Diener und Boten Gottes und schauen ihn von Angesicht zu Angesicht. Engel sind Vermittler zwischen Gott und Mensch, die ebenfalls mit Verstand und Willen ausgestattet sind.

Ursprung:

Dabei liegen die Wurzeln der Engel-Verehrung schon im Judentum begründet. In der Bibel kommt das Wort »Engel« insgesamt 305-mal vor. Angefangen vom Buch Genesis, wo Engel die Aufgabe haben, den Eingang zum Paradies zu bewachen (Gen 3,24), bis hin zur Offenbarung des Johannes, in der sie Vollstrecker des göttlichen Strafgerichts sind (Offb 15,6). Als Beschützer und Begleiter tauchen sie im Alten Testament auf, wohingegen die Engel im Neuen Testament mehr die Boten Gottes verkörpern (Verkündigung der Ankunft Jesu usw.).

Hierarchie der Engel:

Die christliche Tradition kennt sogar eine genaue hierarchische Einteilung der Engel in neun Chöre. Diese geht auf den Philosophen und Theologen Dionysios von Areopagita aus dem 6. Jahrhundert zurück und wurde durch den großen Kirchenlehrer Thomas von Aquin im 13. Jahrhundert wieder aufgegriffen. Hierbei werden die neun Engelchöre nochmals in drei Hierarchien untergliedert:

  1. Erste Hierarchie: Diese Engelsind mit dem Dienst am Thron Gottes beauftragt:
    • Seraphim –> Sie sind die höchsten Engel, Widerschein höchster Gottesliebe und in ununterbrochener Anbetung Gottes begriffen.
    • Cherubime –> Sie bilden den Abglanz der göttlichen Weisheit.
    • Throne –> Sie sind ein Aufleuchten der göttlichen Majestät.
  2. Zweite Hierarchie: Diese Engel verwalten das Universum:
    • Herrschaften –> Sie sind zuständig für die Einhaltung der Ordnung im Universum.
    • Gewalten –> Sie verteidigen das Gute und arbeiten daran, dass der Wille Gottes ausgeführt wird und das Böse zurück gedrängt wird.
    • Mächte –> Sie wachen über die Sonne, Planeten, die Natur usw.
  3. Dritte Hierarchie: Diese Engelsind für den Dienst am Menschen zuständig.
    • Fürstentümer –> Die Fürstentümer achten auf die Länder, Völker, Großstädte usw.
    • Erzengel –> Sie stehen über den einfachen Engeln und haben besondere Aufgaben wie das Überbringen von Gottes Botschaften.
    • Engel –> Sie sind bestimmten Menschen, Orten oder einem Land zugeteilt. Ihre Aufgabe ist es, uns zu begleiten, zu beschützen und im täglichen Leben beizustehen.

Schutzengel-Verehrung:

Die katholische Kirche kennt besonders die Verehrung der Schutzengel und Erzengel. Hierzu haben sich im Laufe der Tradition sogar eigene Feste herausgebildet: Am 2. Oktober eines jeden Jahres beght die Kirche das Schutzengelfest, welcheHandschmeichler »Schutzengel«s 1670 durch Papst Clemens X. für die ganze Kirche eingeführt wurde. Dahingegen wird am 29. September alljährlich das Fest der Erzengel Michael, Gabriel und Raphael gefeiert. Die Vererhung der Erzengel entwickelte sich dabei zuerst für den Erzengel Michael, welchem schon zu Anfang des 5. Jahrhunderts zahlreiche Kapellen und Kirchen geweiht worden sind. Aufgrund einer Erscheinung Michaels auf dem Berg Gargano in Süditalien im Jahr 492, wo ihm ein Heiligtum errichtet wurde, erlebte die Verehrung der Erzengel dann einen starken Aufschwung. So war es in Rom besonders die Michaelskirche an der Via Salaria, deren Weihegedächtnis für den 29. September festgehalten war. Auf Initiative Ludwigs des Frommen wurde auf dem Konzil von Mainz 813 das Michaelsfest eingeführt und auf eben diesen 29. September gelegt. Später wurde es auf die anderen beiden Erzengel erweitert.

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Bleib behütet auf allen deinen Wegen

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Quellen:
www.kirchensite.de
www.heiligenlexikon.de

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