Die Firmung – Bedeutung, Herkunft und Ablauf

Was ist das Sakrament der Firmung?

Eines der sieben Sakramente in der katholischen Kirche ist die Firmung (vom lat. »confirmatio«‚ was mit Bestätigung, Bekräftigung übersetzbar ist) und wird auch das »Sakrament des Heiligen Geistes« genannt. Die Firmung soll die Christen bestärken und befähigen, ihren Glauben als Zeugen Christi in Wort und Tat zu verbreiten sowie gegebenenfalls auch zu verteidigen. Neben der Taufe und der Eucharistie (Erstkommunion) stellt die Firmung eines der drei Einführungssakramente (Initiationssakramente) in der katholischen Kirche dar. Die Firmung ist zudem die Bestätigung des Glaubensbekenntnisses, welches die Eltern und Paten des Firmlings bei der Taufe geleistet haben. Aus diesem Grund bildet die Firmung auch die Vollendung der Taufe.
In den Ostkirchen wird das Sakrament der Firmung unmittelbar nach der Taufe und vor dem Empfang der ersten Kommunion gespendet, was bei der Erwachsenentaufe in der katholischen Kirche ebenfalls üblich ist. Diejenigen Gläubigen, welche als Kinder die Taufe empfangen haben, werden nach dem »Erreichen des Vernunftgebrauchs« in einer gesonderten Feier gefirmt, welche mit der Erstkommunion verbunden sein kann oder dieser erst nach einiger Zeit folgt.
Im Sakrament der Firmung wird der Heilige Geist durch Handauflegung und Salbung auf den Firmling übertragen. Die Spendung der Firmung nimmt im Normalfall der Weihbischof / Bischof vor, was auch eine sichtbare Verbindung des Gläubigen zum Bistum und zur Weltkirche darstellt.

Woher kommt die Firmung?

In der Urkirche waren Taufe und Firmung ein einziges Sakrament. Erst seit dem 2./3. Jahrhundert (siehe Tertullian, Hippolyt von Rom) begann man allmählich die Taufe in zwei verschiedene Ritualschritte aufzuteilen, woraus dann im Laufe der Zeit die Firmung hervorging. Besonders durch zwei große Theologen des Mittealters, Hugo von St. Victor sowie Thomas von Aquin, wurde die Firmung letztlich zu einem eigenständigen Sakrament weiterentwickelt, was durch das Lehramt der Kirche im Jahre 1439 (Konzil von Florenz) nochmals offiziell bestätigt wurde.

Was sind die Vorraussetzungen zur Firmung?

Voraussetzungen, welche den Gläubigen zur Firmung zulassen sind folgende:
Der Empfang des Sakramentes der Taufe muss vorausgegangen sein
Es muss eine innerliche und äußerliche Bereitschaft zur Firmung erkennbar sein (Teilnahme an der Firmvorbereitung, Mitfeiern der Eucharistie, vorhandener Wunsch gefirmt zu werden)
Das entsprechende Alter muss erreicht sein, bei dem die Tragweite der Firmung bewusst ist.

Normalerweise ist es üblich, dass sich der Firmling einen Firmpaten sucht, dessen Aufgabe es ist den Firmling bei seiner christlicher Lebensführung zu begleiten und zu unterstützen. Die Vorraussetzungen, um Firmpate zu werden, sind die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche und das selbst gefirmt sein.
In einigen Gegenden ist es auch Brauch, dass sich der Firmling den Namen eines Heiligen aussucht, den er dann als Firmnamen annimmt. Traditionell hat der Firmling den Firmtag allein mit seinem Paten gefeiert. Erst in den letzten Jahren finden im Rahmen der Firmung große Familienfeiern statt.

Wie läuft die Firmung ab?

Der Weihbischof, Bischof oder Abt spendet die Firmung, weil er als Träger des Apostelamtes der ordentliche Spender des Sakramentes ist. Allerdings kann mit einer entsprechende Vollmacht auch ein normaler Priester die Firmung erteilen.
Bei beim Ritus der Firmung selbst legt nun der Bischof die Hand auf den Kopf des Firmlings und macht mit dem geweihtem Öl ein Kreuz auf dessen Stirn (Chrisamsalbung). Dazu spricht er die Worte: »Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.« Daraufhin antwortet der Firmling seinerseits mit »Amen«. Der Firmpate legt zum Zeichen seiner Unterstützung bei der Firmung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings. Früher war es zudem üblich, dass der Firmling vom Bischof noch einen angedeuteten Backenstreich als Symbol der Stärkung bekam.

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Quellen:

www.bistum-wuerzburg.de
www.kathpedia.com
www.katholisch.de

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Dreifaltigkeitsfest – Bedeutung und Entstehung

Am zweiten Sonntag nach Pfingsten feiert die katholische Kirche das Fest der heiligen Dreifaltigkeit (in der evangelischen Kirche unter dem Namen »Trinitatis«). An diesem Tag gedenkt die Kirche der drei göttlichen Personen: Vater, Sohn und Heiliger Geist. Diese werden zusammen als Dreifaltigkeit bezeichnet.

Das Dreifaltigkeitsfest fand im 9. Jahrhundert Eingang in die kirchliche Liturgie, wo es erstmal in den Benediktinerklöstern gefeiert wurde. Offiziell eingeführt wurde es in der katholischen Kirche im Jahr 1334 und auf den zweiten Sonntag nach Pfingsten gelegt.In vielen katholischen Regionen wird dieses Fest mit Prozessionen begangen. Die liturgische Farbe für dieses Fest ist weiß.

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Quellen:

Abeln, Reinhard / Harper, Ursula: Das große Kinderbuch zum Kirchenjahr; Leipzig 2010, 66.

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Fronleichnam – Ein Dankfest für den Herrn

Herkunft und Bedeutung:

Ein wichtiger Feiertag in der römisch-katholischen Kirche ist auch das Hochfest »Fronleichnam« (»Hochfest des Leibes und Blutes Christi«), welches am zweiten Donnerstag nach Pfingsten (10 Tage nach Pfingsten) begangen wird. Der Donnerstag als Termin von Fronleichnam knüpft an den Gründonnerstag an, welcher wegen des stillen Charakters der Karwoche keine größere Feierlichkeit erlaubt. Deshalb wurde dieses Fest an das Ende der österlichen Zeit gelegt. Fronleichnam ist das große Dankfest für die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes. Der Name »Fronleichnam« kommt vom Althochdeutschen »fron« (Herr) und »lichnam« (Leib), was auf die Elemente der Eucharistie verweist. Papst Urban IV. führte im Jahr 1264 das Fest in der Folge des Blutwunders von Bolsena für die gesamte römisch-katholische Kirche ein und Papst Johannes XXII. legte 1317 den Donnerstag als Festtag fest.

Brauchtum:

Zu Fronleichnam gehört als alter Brauch die so genannte Fronleichnamsprozession, bei der Jesus Christus in Gestalt der geweihten Hostie feierlich in einer Monstranz, begleitet von Gebeten und Gesängen der Gläubigen, durch die Straßen getragen wird. An vier im Freien aufgebauten Altären werden Fürbitten gebetet und der Priester verteilt jeweils den Segen mit dem Allerheiligsten. Eine solche Prozession ist seit 1277 in Köln erstmals bezeugt. Eine große Bedeutung erlangte Fronleichnam nach dem Konzil von Trient als eine gegenreformatorische Demonstration der katholischen Auffassung allein über das Sakrament der Eucharistie zu verfügen.

Die liturgische Farbe zu Fronleichnam ist das österliche Weiß, als Farbe des Lichts und der Reinheit.

Das Fest Fronleichnam bietet einen guten Anlass, um sich einmal mit dem Geheimnis der Eucharistie intensiver auseinander zu setzen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen heute als Lektüre:

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Quellen:

www.theology.de
www.brauchtumsseiten.de
www.brauchtum.de
www.heiligenlexikon.de

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Bräuche am Pfingstfest

Auch zum Pfingstfest hat sich über die Jahrhunderte hinweg der eine oder andere Brauch entwickelt:

  • Ringstechen: Ein altes Reiterspiel für Kinder an Pfingsten ist das so genannte Ringstechen. Dazu befestigen diese einen Ring an einem Baummast. Dann versuchen die einzelnen Mitspieler einen Stab während des Laufens durch den Ring zu werfen. Wer am Ende die meisten Treffer hat, ist Sieger und wird Pfingstkönig.
  • Pfingstbuschen: Bei diesem Brauch überraschen die Eltern ihre Kinder zu Pfingsten mit einem schönen Pfingstbuschen. Hierzu nehmen sie einen frischen Birkenzweig sowie ein weißen Geschenkband und binden an letzteres mehrere gebackene Teigtauben. Mittels einiger bunter Schleifen können die Buschen zusätzlich verziert werden.
  • Oft werden zu Pfingsten auch Ausflüge, Prozessionen, Pfingstspiele oder mancherorts ein Pfingstfeuer veranstaltet.
  • Dreckschweinfest: Einer der ältesten erhaltenen Pfingstbräuche ist das »Dreckschweinfest« im Mansfelder Grund des Mansfelder Landes, der bereits auf das Jahr 1620 datiert wird und auf vorchristliche Zeiten zurückgeht. Dieser Brauch beinhaltet die Vertreibung des Winters und den Sieg des Sommers über den Winter.
  • Maimann (Laubmann): In etlichen Regionen Deutschlands (hauptsächlich zwischen Siegerland und Thüringen) gibt es den Brauch vom Maimann, welcher in einigen wenigen Orten im Taunus auch als Laubmann bekannt ist. Dazu wird eine Person in Laub eingebunden, von der niemand wissen darf, wer sich unter dem Laubkleid versteckt. Im Anschluss daran marschiert der Maimann (Laubmann) unter Begleitung aller Dorf-Jugendlichen durch das Dorf und sammelt von den Dorfbewohnern seinen Tribut in Form von Wurst, Eiern und Speck ein.

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Quellen:

Abeln, Reinhard / Harper, Ursula: Das große Kinderbuch zum Kirchenjahr; Leipzig 2010, 64f.

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