Die Vierzehn Nothelfer

Als vierzehn Nothelfer werden vierzehn Heilige bezeichnet, die im zweiten bis vierten Jahrhundert gelebt haben.

Wer waren die Vierzehn Nothelfer – Heiligenattribute

Vierzehn Nothelfer

Die Vierzehn Nothelfer, Quelle: Wikimedia

Die Gruppe der 14 Nothelfer besteht nach alter Überlieferung aus drei weiblichen und elf männlichen Heiligen, wobei alle bis auf den hl. Ägidius als Märtyrer den Tod fanden. Abweichend hiervon gibt es allerdings zahlreiche regionale Varianten, die in der Zusammensetzung der Heiligen unterschiedlich sind. Zu den Nothelfern gehört immer auch die Gottesmutter Maria in ihrer Eigenschaft als Königin der Märtyrer und Hilfe der Christenheit. Die Nothelfer werden in der katholischen Kirche als Schutzpatrone im Gebet angerufen. Dahingegen gelten sie in der evangelischen Kirche allgemein als Vorbilder im Glauben.

Übersicht:

  1. Achatius von Byzanz: Er war Anführer der zehntausend Märtyrer, die unter Kaiser Hadrian auf dem Berg Ararat wegen ihres Glaubens gekreuzigt wurden. -> Sein Gedenktag wird am 8. Mai gefeiert und er wird als Helfer bei Todesangst verehrt.
  2. Ägidius von St. Gilles: Er ist der einzige Nichtmärtyrer und gilt als Gründer des Benediktinerklosters St. Ägidius (frz. Saint Gilles) in der Provence. -> Sein Gedenktag wird am 1. September begangen und er wird als Helfer bei der Beichte und der stillenden Mütter verehrt.
  3. Barbara: Laut Legende wurde sie in einen Turm eingesperrt, misshandelt und schließlich enthauptet. -> Ihr Gedenktag wird am 4. Dezember gefeiert und sie wird als Patronin der Sterbenden, Helferin gegen Blitz- und Feuersgefahr, Schutzpatronin der Bergleute, Artilleristen und Feuerwerker, Gießer, Architekten, Geologen angerufen.
  4. Blasius: Er war Bischof von Sebaste (Armenien, heute Türkei) und erlitt das Martyrium um 316 durch Enthauptung. -> Sein Gedenkag wird am 3. Februar begangen und er wird als Helfer bei Halsleiden, Geschwüren, Pest, für eine gute Beichte, Beschützer des Viehs, und Patron zahlreicher Handwerksberufe verehrt.
  5. Christophorus: Der Überlieferung nach war der hl. Christopherus ein Fährmann, der das Christuskind über einen reißenden Fluß getragen haben soll. -> Sein Gedenktag ist der 15. Juli. Verehrung findet er als Christusträger, Helfer gegen unvorbereiteten Tod, Rettung aus jeglicher Gefahr, Schutzheiliger der Reisenden, gegen Epilepsie, Unwetter, Hungersnot, Gewitter und Hagelstürme, Pest, Zahnschmerzen, schlechte Träume angerufen. Schutzpatron der Bogenschützen, Autofahrer, Seefahrer, Flößer, LKW-, Bus- und Taxifahrer, Buchbinder, Bleicher, Pförtner sowie der Obst- und Gemüsehändler.
  6. Cyriacus: Diakon, † um 305 als Märtyrer während der Christenverfolgung in Rom. -> Sein Gedenktag ist der 8. August und er wird als Helfer in der Todesstunde gegen Anfechtungen angerufen.
  7. Dionysius von Paris: Er kam im 3. Jahrhundert von Rom als Missionar nach Gallien. Der römische Statthalter ordnete seine Enthauptung an. -> Sein Gedenktag ist der 9. Oktober und er gilt als Helfer bei Kopfschmerzen, Tollwut, Gewissensnöten und Seelenleiden.
  8. Erasmus von Antiochia: Er überlebte der Legende nach seine erste Marterung unter Kaiser Diokletian, verließ anschließend seine Diözese und wirkte in Kampanien, † um 305 in Formia (Kampanien). -> Der Gedenktag ist wird alljährlich am 2. Juni begangen. Erasmus gilt als Helfer bei Leibschmerzen, Krämpfen, Koliken, Unterleibsbeschwerden und bei Magenkrankheiten. Zudem wird er bei Geburten und bei Krankheiten der Haustiere angerufen.
  9. Eustachius: Er war Heermeister unter Kaiser Trajan (53–117) und wurde um die Jahre 120/ 130 unter Kaiser Hadrian aufgrund seines Glaubens hingerichtet. -> Ihm wird jedes Jahr am 20. September gedacht und er gilt als Helfer bei schwierigen Lebenslagen und bei Trauerfällen. Außerdem ist er der Schutzheilige der Jäger.
  10. Georg der Märtyrer: Laut Heiligenlegende war er ein römischer Offizier, der als christlicher Märtyrer im frühen 4. Jahrhundert enthauptet wurde. Ein Überlieferungszweig versteht ihn als Drachenkämpfer. -> Seinen Gedenktag begeht die Kirche am 23. April und er wird als Helfer bei Kriegsgefahren, Fieber, Pest und anderem, gegen Versuchung und für gutes Wetter, und insgesamt Beschützer der Haustiere verehrt.
  11. Katharina von Alexandria: Der Überlieferung nach fand sie das Martyrium unter Kaiser Maxentius im Anschluss an einen theologischen Disput. Da das Rad zerbrach, auf dem sie gerädert werden sollte, wurde sie mit dem Schwert enthauptet. -> Ihr Gedenktag ist der 25. November. Sie gilt als Beschützerin der Mädchen, Jungfrauen und Ehefrauen, auch Helferin bei Leiden der Zunge und Sprachschwierigkeiten, und Patronin der Gelehrten sowie auch zahlreicher Handwerksberufe.
  12. Margareta (auch Marina) von Antiochien: Um 305 unter Diokletian enthauptet; in der Kirchenmalerei oft mit einem Drachen als Symbol des Teufels, den sie überwunden hat, dargestellt. Ihr Gedenktag wird am 20. Juli gefeiert und sie wird als Patronin der Gebärenden und bei allen Wunden angerufen.
  13. Pantaleon: Er war Leibarzt von Kaiser Diokletian und wurde aufgrund seines Glaubens wegen von Kaiser Maximians den Löwen in der Arena zum Fraß vorgeworfen. -> Sein Gedenktag ist der 27. Juli und er wird als Patron der Ärzte und Hebammen verehrt.
  14. Vitus (Veit): Um 305 n. Chr. 1355 wurde sein Haupt in den Veitsdom (Prag) überführt. -> Sein Gedenktag wird am 15. juni begangen und er gilt als Helfer bei Geisteskrankheiten.

Ursprung und Brauchtum der 14 Nothelfer …

14 NothelferDie Entstehung der vierzehn Nothelfer, wie sie heute allgemein verehrt werden, hat ihre Herkunft im Spätmittelalter und dort in den Diözesen Regensburg, Bamberg und Würzburg sowie in Nürnberg auszumachen. Frühe Gebete aus Regensburger Klöstern und dem Raum Regensburg sowie Bildzeugnisse aus Klosterkirchen bestätigen die Anfänge der dieser Heiligengruppe. Ebenfalls weisen die Darstellungen der Heiligen Oswald und Leonhard auf den Fenstern im Dom zu Regensburg von 1360 sind ein Hinweis auf die frühe Verehrung der 14 Nothelfer in noch nicht festgelegter Reihenfolge. Die Vererhung der Vierzehn Nothelfer verbreitete sich vom griechisch-byzantinischen Raum über Südosteuropa im ganzen deutschen Sprachraum und darüber hinaus in Schweden, Ungarn und Italien. Im Spätmittelalter waren ca 800 Kirchen den vierzehn Nothelfern geweiht. Um das Jahr 1400 erschienen die Nothelfer dann in der geschlossenen Reihung, wie wir sie heute kennen.

Verantwortlich für die breite Verehrung im Volk soll der eine Vision Klosterschäfers Hermann Leicht von der Zisterzienserabtei Langheim (Oberfranken) gewesen sein. Der Legende nach erschienen diesem um 1445/1446 vierzehn Gestalten die sich als „vierzehn Nothelfer“ zu erkennen gaben sowie den Bau einer Kapelle am Ort der Erscheinung forderten. Eine solche wurde in den Jahren darauf vom Kloster errichtet und zog viele Pilger an.

Quelle:

Der Sonntag – Ursprung und Bedeutung…

Bedeutung:

Im Urchristentum war es üblich das so genannte Herrenmahl einmal wöchentlich zu feiern. Dabei galt das Gedächtnis des Erlösungswerks Jesu Christi, also das Gedenken an dessen Leiden und Sterben für das Heil der Welt sowie seine Auferstehung am dritten Tag, als zentraler Bezugspunkt für die frühen Christen. Dieses wurde in der Erwartung seiner Wiederkunft als »Brotbrechen« (Abendmahl bzw. Eucharistie) gefeiert.

Entstehung des Sonntag:

Christus - Sol Invictus - Mosaik - Sonntag

Mosaik des Christus als Sol Invictus (3. Jhrdt.), Quelle: Wikimedia

Der Sonntag war als Folgetag des jüdischen Sabbats der erste und nicht der letzte Wochentag. Denn wie der Sabbat als arbeitsfreier Tag das Ziel der Schöpfung Gottes symbolisierte, so markierte der Sonntag für die Christen den Beginn der neuen Schöpfung. Deshalb nehmen auch die Liturgieerklärungen der Kirchenväter einen besonderen Bezug auf den Sonntagsgottesdienst.

Schließlich legte Kaiser Konstantin der Große den Sonntag im Jahre 321 gesetzlich als wöchentlichen Ruhetag fest, um auf diese Weise das Christentum zur ersten Religion im Staat zu machen.

Sind Sie auf der Suche nach Bücher zu den wichtigsten Ereignissen im Kirchenjahr? Im Vivat!-Onlineshop finden Sie ein großes Angebot an entsprechenden Bücher und Lexika zum Kirchenjahr bzw. zum Brauchtum im Jahreskreis.

Adoro te devote – Hymnus zu Fronleichnam

Der Hymnus „Adoro te devote“ ist der bekannteste der fünf Hymnen, die anlässlich der Einführung des Hochfestes Fronleichnam (Corpus Christi) im Jahr 1264 vom heiligen Thomas von Aquin verfasst wurden.

Entstehung und Bedeutung

Thomas von Aquin - Adoro te devote

Thomas von Aquin

Der Hymnus „Adoro te devote“ (zu deutsch: „Demütig bete ich dich an“) gehört zu den fünf Hymnen, die der heilige Thomas von Aquin anlässlich der Einführung des Hochfestes Fronleichnam (Corpus Domini) im Jahr 1264 (durch Papst Urban IV.) verfasst hat. Dieser Hymnus ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil des Missale Romanum (römisches Messbuch) und steht zudem im Katechismus der Katholischen Kirche.

Nach katholischer Lehre werden in der Heiligen Messe die konsekrierten Gaben von Brot und Wein wahrhaft und dauerhaft zu Leib und Blut Christi verwandelt (Transsubstantiation). Der hl. Thomas von Aquin beschreibt in seinem sieben Strophen umfassenden Hymnus, wie man sich diesem Mysterium geistig annähern kann. Er führt dabei von der in der ersten Strophe noch im Allgemeinen tief verborgenen Gottheit zum Besonderen in der siebten Strophe, der Erkenntnis der tiefverborgenen Gottheit, die Jesus Christus ist. Das Symbol des Pelikans in der sechsten Strophe bezieht sich auf einen Mythos, nach dem der Pelikan sich die Brust aufreißt und die Jungen mit seinem eigenen Blut nährt.

Eigentlich wurde der Hymnus zur Anbetung bei der Erhebung der Hostie (Elevation) gebetet und wird auch oft zur Kommunionspendung gesungen. Der Text hat anfangs nur in Italien und Deutschland Verbreitung gefunden, erlangte dann aber durch die Aufnahme ins Missale Romanum Papst Pius V. (zu den Dankgebeten des Priesters) weltweite Bekanntheit. Die geläufige neugregorianische Melodie entstand erst im 17. Jahrhundert.

Adoro te devote als Text

Latein:

Der komplette Hymnus „Adoro te devote“ auf Latein …

  1. Adoro te devote, latens Deitas, Quae sub his figuris vere latitas: Tibi se cor meum totum subiicit, Quia te contemplans totum deficit.
  2. Visus, tactus, gustus in te fallitur, Sed auditu solo tuto creditur. Credo quidquid dixit Dei Filius: Nil hoc verbo Veritatis verius.
  3. In cruce latebat sola Deitas, At hic latet simul et humanitas; Ambo tamen credens atque confitens, Peto quod petivit latro paenitens.
  4. Plagas, sicut Thomas, non intueor; Deum tamen meum te confiteor. Fac me tibi semper magis credere, In te spem habere, te diligere.
  5. O memoriale mortis Domini! Panis vivus, vitam praestans homini! Praesta meae menti de te vivere Et te illi semper dulce sapere.
  6. Pie pellicane, Iesu Domine, Me immundum munda tuo sanguine. Cuius una stilla salvum facere Totum mundum quit ab omni scelere.
  7. Iesu, quem velatum nunc aspicio, Oro fiat illud quod tam sitio; Ut te revelata cernens facie Visu sim beatus tuae gloriae.

Deutsch:

Die deutsche originale Übersetzung des Hymnus …

  1. Demütig bete ich dich, verborgene Gottheit an, die du in diesen Gestalten wahrhaft dich verbirgst; dir unterwirft sich ganz mein Herz, weil es, wenn es dich betrachtet, ganz seine Kraft verliert.
  2. Sehen, Tasten, Schmecken täuschen sich in dir, aber durch das Hören allein kommt der Glaube. Ich glaube, was immer Gottes Sohn gesagt hat, nichts ist wahrer als dieses Wort der Wahrheit.
  3. Im Kreuz war nur die Gottheit verborgen, aber hier ist zugleich auch die Menschheit verborgen. Indem ich beides glaube und bekenne,bitte ich darum, worum voll Reue der Schächer bat.
  4. Ich sehe nicht die Wunden wie Thomas; und doch bekenne ich, dass du mein Gott bist. Mach, dass ich immer mehr an dich glaube, Hoffnung auf dich setze und dich liebe!
  5. O Gedenkzeichen für den Tod des Herrn, lebendiges Brot, das dem Menschen Leben gibt! Mach, dass mein Sinn von dir lebt und dass du ihm immer süß schmeckst!
  6. O treuer Pelikan, Jesus mein Herr! Mach mich Unreinen rein durch dein Blut! Ein Tropfen davon kann die ganze Welt von allem Verbrechen heil machen.
  7. Jesus, den ich nun verhüllt erblicke, ich bitte dich, mach, dass das geschieht, wonach ich so dürste: Dass ich, wenn ich dich mit unverhülltem Antlitz erblicke, durch die Schau deiner Herrlichkeit selig werde!

Die deutsche Übersetzung nach Petronia Steiner (GL 497) …

  1. Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir. Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier. Sieh, mit ganzem Herzen schenk ich dir mich hin, weil vor solchem Wunder ich nur Armut bin.
  2. Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir, doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir. Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an; er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann.
  3. Einst am Kreuz verhüllte sich der Gottheit Glanz, hier ist auch verborgen deine Menschheit ganz. Beide sieht mein Glaube in dem Brote hier; wie der Schächer ruf ich, Herr, um Gnad zu dir.
  4. Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot, bet ich dennoch gläubig: „Du mein Herr und Gott!“ Tief und tiefer werde dieser Glaube mein, fester laß die Hoffnung, treu die Liebe sein.
  5. Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod! Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot. Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du, daß er deine Wonnen koste immerzu.
  6. Gleich dem Pelikane starbst du, Jesu mein; wasch in deinem Blute mich von Sünden rein. Schon ein kleiner Tropfen sühnet alle Schuld, bringt der ganzen Erde Gottes Heil und Huld.
  7. Jesus, den verborgen jetzt mein Auge sieht, stille mein Verlangen, das mich heiß durchglüht: laß die Schleier fallen einst in deinem Licht, daß ich selig schaue, Herr, dein Angesicht. Amen.

Brauchtum und Tradition in der Liturgie

Der Hymnus „Adoro te devote“ wird alljährlich zum Hochfest Fronleichnam während der Fronleichnamsprozession gesungen. Außerdem wird er auch häufig als Gesang zur Kommunion verwendet.

Der Hymnus findet sich als Lied in deutscher Übersetzung („Gottheit tief verborgen“) von Petronia Steiner im Gotteslob übrigens unter der Nummer 497 (GLalt 546).

Hörbeispiel zum Hymnus

Der Hymnus „Adoro te devote“ zum Anhören:

Quellen:

Das Fest Unbeflecktes Herz Maria …

Das Fest Herz Maria (auch Herz Mariä) wurde in der katholischen Kirche früher am 22. August gefeiert. Im Zuge der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde das Fest in einen nichtgebotenen Gedenktag umgewandelt und auf den Samstag nach dem Herz-Jesu-Freitag (dritter Samstag nach Pfingsten) gelegt.

Bedeutung – Unbeflecktes Herz Maria:

Die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä gehört zu den Ausdrucksformen der katholischen Spiritualität. Ihr Herz symbolisiert hierbei einzigartige Reinheit, Heiligkeit und Vollkommenheit des innerlichen Lebens. Als biblische Grundlagen dienen die Texte aus dem Lukas-Evangelium (Lk 2,19) und (Lk 2,51 f.), wo es wie folgt heißt: „Seine Mutter bewahrte alles, was geschehen war, in ihrem Herzen.“

Ursprung und Entwicklung des Festes / Gedenktages:

Unbeflecktes Herz MariaBereits bei den Kirchenvätern sind  einzelne Elemente einer Herz-Mariä-Verehrung nachweisbar, so z. B. bei Augustinus, Johannes Chrysostomos, Ephräm dem Syrer u. a.

Später kamen im 13. Jahrhundert neue Impulse zur Herz-Maria-Verehrung von dem Spanier Ricardo de San Lorenzo, sowie durch die beiden Mystikerinnen Mechthild von Hackeborn und Gertrud von Helfta. In den darauffolgenden Jahrhunderten gab es immer wieder einzelne Impulse von bedeutsamen Mystikern und Heiligen wie Birgitta von Schweden, Bernhardin von Siena, Petrus Canisius oder auch Franz von Sales. Im 17. und 18. Jahrhundert nahm die Entfaltung der Herz-Maria-Verehrung in Europa dann weiter an Fahrt auf.

Die Herz-Maria-Verehrung steht in engem Zusammenhang mit der Herz-Jesu-Verehrung.  So feierte der Oratorianer Johannes Eudes seit 1646 neben dem Herz-Jesu-Fest auch ein Herz-Mariä-Fest. Unter Papst Pius VII. wurde das Fest zu Beginn des 19. Jahrhunderts dann auch offiziell anerkannt. Für die gesamte Kirche führte das Fest aber erst Papst Pius XII. verbindlich ein (unter dem Einfluß der Marienerscheinungen in Fatima/Portugal im Jahr 1917). Das Fest wurde zunächst am 22. August, dem Otavtag von Maria Himmelfahrt, gefeiert. Mit der Liturgiereform durch das Zweite Vatikanische Konzil wurde aus dem Fest ein nichtgebotener Gedenktag, der auf den Samstag nach dem Herz-Jesu-Fest verlegt wurde.

Eine große Auswahl an Büchern, Statuen, Gebetbüchern, CD’s, Devotionalien zu Maria finden Sie im Vivat!-Shop.

Quelle:

  • Bieritz, Karl-Heinrich: Das Kirchenjahr. Feste, Gedenk- und Feiertage in Geschichte und Gegenwart; Berlin 1986, 150.